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20.09.2017 Vermittelt ist das Kaninchen Meggie

16.06.2017 Neu sind die Kaninchen Dana und Tabaluga

16.06.2017 Vermittelt sind Ellie, Frau Antje, Niko, Bambina und Blanca, Nora und Primel

25.04.2017 Neu sind die Kaninchen Lotta und Schoko

08.04.2017 Neu diverse Kaninchen

20.03.2017 Neu diverse Meerschweinchen

20.03.2017 Vermittelt ist die Kaninchenbande



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Außengehegebau - Tipps und Tricks!


Stopp! So bitte nicht...

Warum man sich für einen Stall Marke „Eigenbau“ entscheiden sollte:

Die Handelsüblichen Kaninchenställe sind auf keinen Fall für die Haltung von Kaninchen geeignet, da sie viel, viel zu klein sind. Als Faustregel gilt, zwei Quadratmeter pro Kaninchen, aber je größer je besser. Da Kaninchen mindestens zu zweit gehalten werden sollten, sollte man eine Mindestgröße von vier Quadratmetern bei einem Kaninchenpärchen einplanen. Ein weiterer Nachteil bei gekauften Ställen ist, dass man für sehr viel Geld nur sehr wenig Stall bekommt. Das Leichtholz besitzt außerdem eine sehr schlechte Qualität. Nach einem Jahr unter Witterungseinfluss und ständigem Benagen sieht so ein Stall meist schon sehr heruntergekommen aus und geht aus den Fugen.


Das Bein musste hier bereits mit einer Metallschiene verstärkt werden, da es drohte wegzubrechen!

Der Eigenbau kostet zwar mehr Zeit und Geld, dafür bekommt man aber einen Stall, der sehr viel größer ist, wesentlich länger hält und den man nach eigenen Wünschen gestalten kann. Die hier beschriebene Art der Außenhaltung ist mit mehr Arbeit verbunden, aber ich kann versprechen, die Mühe lohnt sich und jeder Cent ist gut investiert. Wenn sie beobachten, wie die Kaninchen Tunnel graben, sich im Sand wälzen, wie wild durchs Gehege rasen, dabei Haken schlagen oder einfach nur mal Faulenzen, werden sie mir garantiert zustimmen. Sie tun also mit einem großen Außengehege nicht nur ihren Kaninchen etwas Gutes, sondern letztlich auch sich selbst, denn es gibt immer Spannendes zu beobachten.

Allgemeine Tipps für den Bau eines Außengeheges:

Größe: mind. zwei Quadratmeter pro Kaninchen

Standort: Das Gehege sollte zum Teil im Schatten stehen, damit die Kaninchen im Sommer Schutz vor allzu intensiver Sonneneinstrahlung suchen können. Ein Sonnenschutz im Gehege tut es natürlich auch.

Aufbau: Ein Teil des Geheges muss überdacht sein, damit es den Kaninchen Schutz vor Nässe bietet, dieser Teil des Geheges sollte auch noch von den Seiten her geschlossen sein, so dass zusätzlich Schutz vor Wind und Sonne gewährleistet ist.

Draht: Am besten eignet sich verzinktes Volierendraht, da dieses sehr stabil ist und nicht rostet. Erhältlich ist dieses Viereckgeflecht in jedem Baumarkt, allerdings sehr viel günstiger im Internet und bei Ebay. Nicht geeignet ist grün ummantelter Draht, da es für die Kaninchen ein leichtes ist, diese Ummantelung abzunagen. Der Draht, der darunter zum Vorschein kommt ist nicht verzinkt und rostet schnell. Ebenfalls nicht geeignet ist Sechseckgeflecht, da es nicht sehr stabil ist und von besonders hartnäckigen Kaninchen durchgebissen wird.

Holzschutz: Da das Grundgerüst eines Kaninchengeheges meistens aus Holz ist und ständig Wind und Wetter ausgesetzt ist, empfiehlt es sich das Holz zu imprägnieren (bevor man alles zusammen zimmert). Aber hier ist Vorsicht geboten! Da Kaninchen alles annagen, ist auch das Holz vor ihnen nicht sicher, deshalb sollte darauf geachtet werden, dass keine giftigen Lacke verwendet werden. Biolacke und Lacke mit dem blauen Engel sind meist minder giftig. Es gibt auch Holzlasuren die zertifiziert frei von löslichen Schwermetallen und PCB´s sind und mit einem Siegel „Unbedenklich für Mensch, Tier und Pflanzen“ ausgestattet sind. Eine andere Möglichkeit ist, Imprägnieröl zu benutzten, allerdings ist die Wirkung nicht ganz so gut wie bei einem Lack. Eine völlig andere Maßnahme das Holz zu schützten ist, den Draht auf der Innenseite zu vertackern, so können die Kaninchen das Holz nicht anknabbern und es kann ganz normaler Holzschutzlack verwendet werden.

Boden: Da Kaninchen wahre Buddelkünstler sind, muss der Boden ebenfalls ein- und ausbruchsicher gemacht werden.

Es lohnt sich auf jeden Fall den Boden zumindest in einem Teil des Geheges bis auf eine Tiefe von 0,5 bis 1m auszukoffern, die Bodensicherung (z.B Draht) in dieser Tiefe anzubringen und mit Erde aufzufüllen. Dabei ist darauf zu achten, dass die Drahtbahnen wirklich lückenlos mit den Seitenteilen abschließen. Die Drahtbahnen sollte man auf gar keinen Fall mit Kabelbindern, sondern mit Metalldraht verbinden. Kabelbinder werden sofort von Kaninchen zerbissen (Erfahrung macht klug) und die Kaninchen schaffen es sogar die Drahtbahnen auseinanderzuschieben, um sich dann den Weg in die Freiheit zu buddeln. Die einfachste und preiswerteste Variante ist, den Boden ebenso wie die Seitenteile mit Draht zu sichern. Darauf muss aber genügend Sand aufgeschüttet werden, so dass die Kaninchen sich nicht mit den Krallen verhaken, wenn sie durch Gehege springen. Die beste Möglichkeit ist, den Boden mit Lochsteinen oder Gehwegplatten zu sichern, dies ist zwar etwas aufwendiger, dafür hält es aber für die Ewigkeit und ist auch leicht zu reinigen.

Beispiele für Gehege:

Pyramidengehege

Das Grundgerüst besteht aus Dachlatten (4 x 6cm). Das hintere Drittel ist mit Rauschbund (Brettern) verkleidet. Die vorderen 2 Drittel sind mit Draht abgesichert, auf diesem ist zusätzlich als Wind und Regenschutz eine Plane angebracht. Als Bodensicherung dient ebenfalls Draht.

Bauzeit: ca. drei Tage (einen halben Tag habe ich schon damit zugebracht, den Boden auf eine Tiefe von 60 cm auszuheben, damit die Kaninchen Platz zum Buddeln haben)
Kosten: einiges an Nerven und ca. 350 bis 400€ (Holz ist teurer als ich dachte)
Vorteil: Geringer Materialverbrauch und damit geringere Kosten
Nachteil: dauernd stößt man sich den Kopf und man kommt zum sauber machen schlecht in die Ecken
Fazit: so ein Pyramidengehege sieht zwar sehr stylisch aus und kostet weniger, aber Jutta wird sich beim nächsten Gehegebau definitiv gegen diesen Gehegetyp entscheiden, weil sie gerne im gesamten Stall aufrecht stehen möchte.

Quaderförmiges Außengehege:

Hier haben wir eine kleine Doku-Soap für Euch festgehalten: Zuhause im Glück oder die Entstehung eines Außengeheges

Folge 1: Die Vorbereitung:
Bevor mit dem eigentlichen Bau angefangen werden kann, muss natürlich erstmal Platz für das Gehege geschaffen werden. Dafür muss auch schon mal der ein oder andere Baum dran glauben.

Folge 2: Der Gerüstbau In diesem Fall bildet das Grundgerüst ein Carport, das schon ab ca. 200€ erhältlich ist. Die Vorteile liegen auf der Hand: Es spart Arbeit, Zeit und Geld. Das Holz ist bereits gestrichen und alles ist passend zugeschnitten.

Folge 3: Die Bodensicherung: Eine gute Wahl! Ein Steinboden hält für die Ewigkeit, ist gut zu reinigen und ist garantiert ein- und ausbruchssicher.

Eine Buddelkiste darf natürlich auch nicht fehlen. Hierfür wird zunächst ein rechteckiges Loch ausgehoben, dieses wird mit Volierendraht gesichert und mit Steinen stabilisiert. Das ganze wird mit Erde aufgefüllt und zum krönenden Abschluss mit Grassoden verziert. Die Lebensdauer des Rasens dürfte allerdings nicht besonders lange sein.

Folge 4: Das Verkleiden der Wände: Die Wände werden zum Teil mit Volierendraht zum Teil mit Brettern gesichert. Die Sicherung mit Volierendraht ist schneller und billiger. Die Bretterwand bietet aber zusätzlich Schutz vor Wind und Sonne.

An einen Sonnenschutz fürs Dach wird auch gedacht.

Jede noch so kleine Lücke wird mit Draht gesichert. Auch wenn die Kaninchen hier nicht raus können, ist es für eine Katze oder einen Marder eine Kleinigkeit hineinzukommen.

Folge 5: Die Einrichtung
Das Schlafzimmer ist geschmackvoll eingerichtet – in diesem Fall sogar mit Bett! Ein Stall bzw. ein ausreichend großes Häuschen, dass Schutz bietet, sollte auf jeden Fall als Rückzugsort vorhanden sein. Hierfür eignen sich die (überteuerten) handelsüblichen Kaninchenställe ganz hervorragend. Oft sind diese sogar in relativ gutem Zustand in der Rubrik „Zu Verschenken“ in den Kleinanzeigen erhältlich. Natürlich kann man auch selbst den Hammer schwingen.

Als Toilette eignen sich Katzenklos, die mit saugfähigem Material wie z.B. Kleintierstreu oder Strohpellets gefüllt sind. Am besten noch eine Lage Stroh drüber, damit die Späne nicht durch die Gegend fliegt – fertig. In der Regel werden solche Toiletten von Kaninchen sehr gerne angenommen.

Im Esszimmer schließlich darf eine Heuraufe nicht fehlen, diese sollte stets gut gefüllt sein.

Folge 6: Der Umzug ins Glück
Ohne Worte!

Größe: Das Gehege ist ca. 12qm groß und ist in zwei Gehegehälften geteilt in der einmal drei und einmal 2 Kaninchen ihr Zuhause gefunden haben.
Bauzeit: fleissige Mensche schaffen es bestimmt in ca. ca. 1 Woche, Ramona hat dafür ein paar Wochen mehr gebraucht ;-))
Kosten: Nerven sicherlich auch, ca. 1.000 Euro muss man einrechnen. Ohne das Grundgerüst des Carports wäre das Holz noch sehr viel teurer geworden.
Vorteil: Bequemes Begehen des Geheges, daher leichtes Reinigen möglich.
Nachteil: teuer im Bau!
Fazit: Ramona hat fleissg gespart und sich ihren Traum vom Gehege erfüllt. Inzwischen ist noch eine Zwischenebene entstanden, wo Heuballen, Transportboxen und andere Kleinigkeiten untergebracht werden können.