IMPRESSUM
23.02.2018 Neu ist Kaninchen Malte

23.02.2018 Neu ist Kaninchen Babsi



Auch der kleinste Betrag hilft unsere Arbeit zu unterstützen.

Spenden Sie mit PayPal - das ist schnell, einfach und sicher!
 
Ich möchte folgenden Betrag spenden:
 

 


Ihre E-Mail-Adresse:


Vorname:


Name:


Sie möchten sich für unseren Newsletter   



Der Goldhamster (Gattung: Mittelhamster, Art: Syrische Goldhamster)
ALLGEMEINES
Mittelhamster sind strikte Einzelgänger. Werden sie geschlechtsreif, verteidigen sie ihr Revier und bekämpfen ihre Artgenossen, sogar bis zum Tod. Nur zur Paarung finden sich Hamster für kurze Zeit zusammen, denn das Weibchen vertreibt das Männchen gleich nach der Befruchtung wieder. Also denken Sie daran: Hamster brauchen keine sozialen Kontakte mit Artgenossen, sie fühlen sich alleine sehr wohl.

Mittelhamster sind nachtaktiv, was bedeutet, dass sie meist erst in den späten Abendstunden aufstehen und am frühen Morgen wieder schlafen gehen. Hat ein Hamster diesen Rhythmus gefunden, ist dies ein gutes Zeichen, dass er sich in seinem Zuhause wohl fühlt. Ist ein Hamster tagsüber viel wach oder wird sogar „zum Spielen“ geweckt, bedeutet dies enormen Stress für das Tier. Ein „Umerziehen“ auf Tagaktivität ist unnatürlich und wird mit hoher Wahrscheinlichkeit die Lebenserwartung beträchtlich verkürzen.

Mittelhamster werden durchschnittlich 2- 3 Jahre alt (Ausnahmen bestätigen die Regel). Sie sind ca. 15 bis 19 cm lang bei einem Normalgewicht von 100 bis 200 g. Natürlich gibt es auch hier Abweichungen, so dass auch gesunde Mittelhamster unter oder über dem Durchschnitt liegen können.

Anatomie
Augen: Hamster sind weitsichtig und sehen daher sehr unscharf.
Ohren: Das Gehör ist sehr gut bei Hamstern, sie können sogar Geräusche aus dem Ultraschallbereich wahrnehmen.
Nase: Sie haben einen sehr guten Geruchssinn. Durch das Markieren ihres Reviers orientieren sie sich an ihren Duftstoffen.
Tasthaare: Mit ihnen kann der Hamster seine Umgebung auch bei völliger Dunkelheit ertasten.
Backentaschen: Die Backentaschen sind eine Erweiterung der Maulhöhle des Hamsters. Er kann sehr viel Futter in ihnen verstauen, da die Haut dort sehr dehnbar ist.
Seitendrüsen: Diese befinden sich beidseitig oberhalb der Flanken. Die Drüsen sind schwarz pigmentiert und sehen ein wenig warzenartig aus. Mit ihnen markieren Hamster ihr Revier.
Zähne: Vorne hat der Hamster oben und unten jeweils zwei Nagezähne. Diese wachsen ständig nach und haben keine Wurzel. Die Vorderseite weist immer einen gelblichen Zahnbelag auf. Außerdem besitzt der Hamster noch sechs Backenzähne, die nicht nachwachsen und mit ihren Wurzeln fest verankert sind.

ANSCHAFFUNG

Folgende Fragen sollte man sich vor der Anschaffung ehrlich beantworten:

• Goldhamster haben eine Lebensdauer von etwa 2-3 Jahren – wollen und können Sie sich so lange um das Tier kümmern?
• Haben Sie mit allen Familienmitglieder über die Anschaffung eines Hamsters gesprochen? Sind alle damit einverstanden?
• Haben Sie oder ein Familienmitglied möglicherweise Allergien?
• Kennen Sie jemanden, der sich während Ihres Urlaubes um das Tier kümmert?
• Der Hamster muss täglich frisches Futter und Wasser haben, die Klo-Ecken müssen täglich gereinigt werden, die meisten Hamster benötigen täglichen Auslauf. Können Sie das gewährleisten?
• Sind weitere Haustiere vorhanden, die dem Hamster gefährlich werden könnten?
• Tagsüber braucht der Hamster Ruhe. Haben Sie einen geeigneten Platz?
• Hamster sind als „Spielzeug“ für kleine Kinder völlig ungeeignet. Sie besitzen einen sehr zerbrechlichen Körperbau und könnte von Kindern leicht verletzt werden, da sie meist ihre Kraft nicht richtig einschätzen können. Mittelhamster sind zudem nur nachtaktiv und zu dieser Zeit schlafen die Kinder. Wird das Tier am Tage geweckt, ist es nicht selten, dass der Hamster aus Stress auch mal zubeißt. Außerdem wird durch Ruhestörungen die Lebenszeit des Hamsters verkürzt.

Woher bekomme ich einen Hamster?
Die Kleintiergruppe Oldenburg sowie das Tierheim Oldenburg nehmen regelmäßig Goldhamster zur Vermittlung auf, sprechen Sie uns gerne an! Sollten wir nicht das passende Tier für Sie haben, nennen wir Ihnen gerne weitere Anlaufstellen, beispielsweise von Hamsterhilfen in der Nähe.

Kaufen Sie bitte keine Tiere aus Zoofachgeschäften. Die Beratung ist dort meist schlecht und nicht ausführlich genug. Die Tiere sind oft krank, werden meist viel zu früh von dem Muttertier getrennt und Weibchen werden nicht selten bereits trächtig abgegeben. Bitte unterstützen Sie das nicht. Weitere Informationen, weshalb man von Zooladenkäufen absehen sollte, erhalten Sie hier: http://www.gegen.zooladenkaeufe.de

Eingewöhnung
Das Gehege sollte bereits vollständig eingerichtet sein, bevor Sie den Hamster zu sich holen. Setzen Sie ihn vorsichtig und langsam in sein neues Zuhause. Dann lassen Sie ihn etwa eine Woche in Ruhe, damit er sein Gehege erkunden und sich gut orientieren kann. In dieser Zeit wechseln Sie täglich ausschließlich das Wasser und füttern Ihren neuen Mitbewohner. Dann können Sie langsam anfangen, leise und ruhig mit dem Hamster zu sprechen, wenn er aufgestanden ist. Sie können versuchen, ein paar Leckereien, wie zum Beispiel Sonnenblumenkerne, aus der Hand zu geben. Fühlt er sich von Ihnen bedrängt oder rennt vor Ihrer Hand weg, dann braucht er wohl noch ein bisschen Zeit.

Beachten Sie, dass das Tier die Geschwindigkeit des Kennenlernens vorgibt und nicht Sie. Zwingen Sie es zu nichts, es ist nur mehr gestresst und wird sich dann nur noch sehr schwer zähmen lassen.

Manche Hamster werden niemals handzahm und bleiben reine Beobachtungstiere. Für den Halter ist dies oft enttäuschend, trotzdem sollte man auch diese Tiere niemals gewaltsam einfangen und herumtragen, man tut damit dem Tier und auch sich selbst keinen Gefallen.

GEHEGE

Hamster sind sehr lauffreudige Tiere, die in der Natur jede Nacht mehrere Kilometer auf der Futtersuche zurücklegen. Handelsübliche Käfige bieten nicht genug Platz, damit der Hamster am Stück rennen kann und damit all die notwendigen Einrichtungsgegenstände (werden später noch aufgezählt) untergebracht werden können.

Die Mindestgröße für ein Goldhamstergehege beträgt 0,5 m² auf einer Ebene, also z.B. 100 x 50 x 50 cm (Länge x Breite x Höhe). Etagen sind sinnvoll, erweitern jedoch nicht die Grundfläche. Wenn Sie genügend Platz haben, freut sich Ihr Hamster natürlich über ein noch größeres Gehege, der Fantasie sind besonders bei Eigenbauten keine Grenzen gesetzt.

Sie können leicht ein Aquarium oder Terrarium zum Hamstergehege umfunktionieren, wichtig ist hierbei nur die ausreichende Belüftung.

Aquarium: Damit ein Aquarium ausreichend belüftet ist, darf die Höhe die Breite nicht weit überschreiten, da ansonsten die Luftzirkulation nicht gegeben ist. Damit der Hamster aus dem Aquarium nicht herausklettern kann, muss es zwingend einen Deckel besitzen, hier empfehlen sich einfache Holzrahmenkonstruktionen mit Draht. Die Original-Aquarienabdeckungen sind ungeeignet, da die Luftzufuhr nicht gegeben ist.

Terrarium: Bei einem Terrarium ist rundherum auf ausreichende Belüftung zu achten, da ein kleiner Lüftungsschlitz an der Vorderseite nicht ausreicht. Außerdem ist auf eine hohe Streukante von mindestens 20 cm zu achten, die sich ggf. aber auch nachträglich einbauen lässt.

Eigenbauten aus Holz: Hier sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Lassen Sie sich von den Bildern in unserer Galerie inspirieren! ?

Verzichten Sie bei der Einrichtung auf Plastik (bis ggf. auf das Laufrad, siehe unten). Plastik kann angenagt werden und kann so zu Verletzungen führen. Auch können in Röhren oder Häusern aus Plastik Bakterien und Pilze entstehen, da die Feuchtigkeit nicht entweichen kann. Verzichten Sie auch auf Gitterelemente, dort können die Hamster mit ihren kleinen Beinchen schnell hängenbleiben und sich schlimme Verletzungen zufügen.

GEHEGE-EINRICHTUNG

Laufrad
Hamster laufen bei der Futtersuche jede Nacht mehrere Kilometer. In der Heimtierhaltung dient ein Laufrad also der Bewegung, der Beschäftigung sowie dem Stressabbau und ist damit eines der wichtigsten Einrichtungsgegenstände im Hamsterheim.

Das perfekte Laufrad hat:
• Einen Durchmesser ab 28 cm, für sehr große Tiere empfiehlt sich ein Durchmesser ab 30-32 cm. Durch kleinere Laufräder entsteht eine Verkrümmung der Wirbelsäule, die dem Hamster große Schmerzen bereitet.
• Eine vollkommen geschlossene Seite.
• Eine komplett geschlossene Lauffläche (keine Streben oder Sprossen).
• Das Laufrad darf aus Holz (ggf. mit Korkeinlage) oder Plastik bestehen.
Wodent Wheel / Wobust Wheel Laufräder erfüllen alle o.g. Voraussetzungen. Sie sind in zwei Größen erhältlich und bestehen aus vergleichsweise „ungefährlichem“ Plastik (sollte es angenagt werden, splittert es nicht). Sie sind für den Hamster sehr leicht zu bewegen, können jederzeit gestoppt werden und sind (vor allem bei Laufradpinklern) sehr leicht zu reinigen. Sie sind auseinanderbaubar und entsprechend leicht zu warten.

Holzlaufräder erfüllen ebenso alle o.g. Voraussetzungen. Es empfiehlt sich, sie vor dem ersten Gebrauch ein- bis zweimal mit 2in1-Klarlack einzustreichen (speichelecht gemäß DIN EN 71.3, sog. „Sabberlack“, die Dosen sind gekennzeichnet mit einem Spielzeug-Symbol), damit Urin nicht in das Holz einziehen kann.

Holzräder laufen sehr leise und es gibt sie mit oder ohne Korkeinlage (Kork lässt sich bei Bedarf auch nachträglich selber einkleben).

Bei Gebrauch eines Holzrades ist darauf zu achten, dass ein Rad ohne eingeklebte Holzsprossen verwendet wird. Die Sprossen sollen angeblich dazu dienen, dass der Hamster einen besseren Halt beim Laufen hat, diesen benötigt der Hamster jedoch nicht. Ganz im Gegenteil behindern die Sprossen das Tier beim Laufen, da sie keinen passenden Abstand für die Hamsterfüßchen aufweisen und viele Halter berichteten bereits von verletzten und blutenden Füßchen ihrer Tiere. Sollten Sie solch ein Holzlaufrad bereits besitzen, können Sie die Sprossen mit einer Zange entfernen und die Lauffläche mit Kork bekleben.

Zu empfehlen sind die Holzlaufräder von Rodipet, Getzoo und Futterparadies.

Metalllaufräder haben mehrfache Verletzungsquellen, z.B. offene Sprossen und Aufhängungen sowie einen Schereneffekt und sind somit absolut ungeeignet.

Laufteller können zusätzlich zu artgerechten Laufrädern angeboten werden, beispielsweise im Auslauf. Ein Laufrad ersetzen sollten Sie nicht, da die Tiere auf dem Teller eine leicht schiefe Körperhaltung beim Laufen haben.

Sandbad
Das Sandbad dient der Fell- und Krallenpflege und trägt sehr viel zum allgemeinen Wohlbefinden eines Hamsters bei, so dass dieses unverzichtbar ist. Zur guten Fellpflege eignen sich Chinchillasand und feiner Quarzsand mit abgerundeten Sandkörnern. Nicht geeignet hingegen sind Bausand, Sandkastensand und Vogelsand, da diese Sandarten zu grob und scharfkantig sind, so dass sich die Hamster Hautverletzungen zuziehen können.

Geeigneten Sand können Sie beispielsweise bei Rodipet.de, Futterkonzept.de, Futterparadies.de oder bei ebay.de (Chinchilla-Quarzsand) bestellen oder auch im Fachhandel vor Ort erwerben.

Achtung: Der übliche Chinchillasand enthält Sepiolith und/oder Attapulgus, feinste Splitter hiervon können eingeatmet werden und können beim Menschen Lungenkrebs verursachen. Wenn Sie Sepiolith- und/oder Attapulgus-Sand verwenden, achten Sie beim Einfüllen des Sandes bitte darauf, dass Sie ihn nicht einatmen und arbeiten Sie am besten mit einem Mundschutz. Kinder sollten vorsichtshalber mit diesem Sand nicht in Berührung kommen. Für den Hamster stellt die Lungengängigkeit des Sandes kein Problem dar, da die Lebenserwartung der Tiere nicht lang genug ist, um einen entsprechenden Krebs zu entwickeln.

Möchten Sie einen sepiolith- und/oder attapulgusfreien Sand nutzen, weichen Sie auf Chinchilla-Quarzsand aus (bestellbar z.B. bei ebay.de unter Suchbegriff „Chinchillasand, sehr fein“).

Nistmaterial
Geeignet zum Nestbau sind z.B. unparfümiertes und unbedrucktes Toilettenpapier, die Wolle aus der Kapok-Schote sowie Heu. Absolut ungeeignet für Ihren Liebling ist jede Art von Watte wie z.B. Kosmetikwatte und Hamsterwatte. Diese kann Fäden ziehen, in der sich der Hamster mit seinen dünnen Beinen verfangen kann. Außerdem kann Watte feucht werden und dadurch Pilzen und Bakterien einen Nährboden bieten. Auch sollten keine Stoffreste verwendet werden, da auch diese Fäden ziehen können und oft chemisch behandelt sind.

Häuschen
In freier Wildbahn legen Hamster unterirdische Bauten mit mehreren Schlaf-, Toiletten- und Vorratskammern an. Zu diesem Zweck sollte ihnen in der Heimtierhaltung immer mindestens ein Häuschen mit mindestens zwei Kammern zur Verfügung gestellt werden. Plastikhäuser sind ungeeignet, da durch Feuchtigkeit und mangelnder Belüftung Pilze und Bakterien entstehen können.

Der Eingang eines Mehrkammerhäuschens aus Holz sollte einen Durchmesser von mindestens 7 cm haben, so dass der Hamster auch mit prall gefüllten Backentaschen hindurch passt ohne sich zu verletzen.

Häuser aus Nadelholz sind eher ungeeignet, da sie harzen können, was für den Hamster giftig ist, außerdem sind die handelsüblichen Nadelholzhäuser meist mit Metallklammern verarbeitet, was dem Hamster beim Annagen sehr gefährlich werden kann.

Geeignete Holzhäuser können Sie z.B. bei Rodipet.de, Getzoo.de oder Knastladen.de bestellen.

Einstreu
Als Einstreu für das Gehege eignet sich normale Kleintiereinstreu, die geruchsneutral (ohne zugesetzte Düfte) und möglichst staubarm sein sollte.

Für Allergiker (Mensch oder Tier) sowie für Teddyhamster mit sehr langem Fell empfiehlt sich Hanfstreu oder Leinenstreu.

Damit Ihr Hamster schöne lange, tiefe und stabile Gänge anlegen kann, sollte das Gehege mindestens 20 cm hoch eingestreut werden, manche Hamster fangen auch erst bei einer noch höheren Einstreutiefe zu buddeln an. Zwischen die Streu empfiehlt es sich, mehrere Lagen Heu zur besseren Stabilität der Gänge einzubringen. Das Sandbad sowie das Laufrad können dabei auf Etagen gestellt werden, damit sie nicht unterbuddelt und dem Hamster somit gefährlich werden können. Das Häuschen darf ruhig tief in der Streu versacken.

Weitere Einrichtungsgegenstände
Der Fantasie sind hier kaum Grenzen gesetzt, solange die Gegenstände aus ungefährlichem Material wie beispielsweise Holz, Kork oder Keramik bestehen und die Ein- und Ausgänge einen Mindestdurchmesser von 7 cm haben. So werden z.B. gerne Korkröhren oder Keramikverstecke genutzt, außerdem sind die meisten Hamster begeistert von Buddelkisten mit unterschiedlichen Füllungen wie z.B. Baumwolleinstreu, Maisgranulat, Kokoshumus (aus der Terraristikabteilung) usw.

Käfigreinigung
Eine Komplettreinigung des Geheges ist nur bei Krankheit (z.B. bei Parasiten) oder nach dem Tod des Hamsters notwendig. Normalerweise genügt es, regelmäßig die Hamster-Toilette bzw. die Pipi-Ecken zu leeren und mit frischem Streu wieder aufzufüllen. Bei sehr starker Verschmutzung kann auch ggf. eine Teilreinigung erfolgen (bei einem ausreichend großen Gehege sollte das aber eigentlich nicht notwendig sein). Wichtig ist, dass niemals das komplette Gehege gesäubert wird, da Hamster sich an ihren Duftmarkierungen orientieren und in enormen Stress verfallen und sich nicht mehr zurechtfinden, wenn die komplette Streu erneuert wird.

Auslauf
Bauen Sie Ihrem Hamster einen festen oder zusammenklappbaren Auslauf. Einen Hamster frei in der Wohnung laufen zu lassen ist meist zu gefährlich für das kleine Tier. Den Auslauf können Sie individuell gestalten, so dass es für den Hamster ein toller Spielplatz wird. Am einfachsten ist es, sich Holzplatten zurechtschneiden zu lassen, die beispielsweise mit Kabelbindern verbunden werden können.
Um Stürze zu vermeiden, setzen Sie Ihren Hamster per „Hamstertaxi“ (z.B. in einem Plastikgefäß o.ä.) in den Auslauf und setzen ihn auch genauso wieder zurück. Die Hamster lernen schnell, was es bedeutet, wenn das „Taxi“ angeboten wird und steigen oft freiwillig ein.

ERNÄHRUNG

Trockenfutter
Ein gesundes Trockenfutter besteht aus der richtigen Mischung von Getreide, mehlhaltigen sowie ölhaltigen Saaten, Kernen und Nüssen, tierischem Eiweiß, Hülsenfrüchten, Kräutern, Blüten und Blättern. Man kann Trockenfutter theoretisch selber mischen, da die richtige und somit artgerechte Zusammensetzung der Einzelkomponenten jedoch eine Wissenschaft für sich ist, sollte dies absoluten Experten überlassen werden.

Im Internet gibt es mittlerweile viele gute Anbieter von fertig gemischtem Futter, so dass uns die artgerechte Ernährung leicht gemacht wird.

Entsprechendes Futter gibt es zu bestellen bei Mixerama.de, Nagers-Futterstube.de, Die-Nager-Kueche.com, Kellis-Tiershop.de sowie Futterparadies.de. Hier ist auch bereits wichtiges tierisches Eiweiß in Form von z.B. Mehlwürmern, Gammarus, Seidenraupenpuppen oder Grillen bereits zugemischt, alternativ können Sie es noch hinzufügen lassen oder es separat bestellen.

Kaufen Sie kein Futter im Handel. Den dort erhältlichen Futtersorten ist oft Zucker, Honig oder Melasse beigemischt, die Zusammensetzung der Inhaltsstoffe ist nicht ausgewogen und nicht zuletzt zahlen Sie auch noch einen hohen Preis für nicht geeignetes Futter.

Lassen Sie Ihren Hamster Trockenfutter bunkern. Hamster legen Vorratskammern an, die auch nicht geleert oder gesäubert werden sollten, solange das Tier den Vorratsbunker nicht zusätzlich noch als Toilette nutzt.

Frischfutter
Hamster decken einen Großteil Ihres Flüssigkeitsbedarfes über Frischfutter ab. Natürlich muss ihnen trotzdem immer (!) frisches Wasser zur Verfügung stehen.

Jegliches Frischfutter muss langsam angefüttert werden um zu testen, ob der Hamster es gut verträgt. Beginnen Sie beispielsweise mit einem kleinen Stückchen Möhre. Verträgt Ihr Tier diese gut, können Sie nach ein paar Tagen ein kleines Stückchen Gurke dazu anbieten usw.

Gut verträgliche Gemüsesorten sind z.B. Möhre, Gurke, Zucchini, Fenchel, Sellerie, Brokkoli, Blumenkohl, Eisbergsalat, Endivie, Tomate (ohne Fruchtfleisch), Chicorée.

Obst sollte aufgrund des Fruchtzuckers nur sehr selten (max. einmal pro Woche) in kleinen Mengen gegeben werden, wie z.B. Apfel, Weintraube, Erdbeere, Banane, Wassermelone.

Gerne frisst Ihr Hamster auch Kräuter und Blüten aus dem Garten wie z.B. Löwenzahl, Spitzwegerich, Breitwegerich und Gänseblümchen. Waschen Sie alles, genauso wie Obst und Gemüse, vor dem Verfüttern gut ab und trocknen es vorsichtig ab.

Frischfutter sollte täglich gereicht werden, nicht gefressene Reste müssen am nächsten Tag entsorgt werden (Futterbunker kontrollieren!), damit sich kein Schimmel bilden kann.

GESUNDHEITSCHECK
Ist Ihr Hamster aktiv, verhält sich normal und sammelt sein Futter ein?

Kontrollieren Sie die Ohren und Augen. Achten Sie auf Verdickungen in der Bauchgegend, Druckempfindlichkeit und prüfen Sie, ob das Fell kahle Stellen aufweist. Wenn möglich, wiegen Sie das Tier regelmäßig und notieren sich das Gewicht.

Augen
Sind die Augen trüb, verklebt oder gar verschlossen, könnte eine Verletzung oder Entzündung der Augen vorliegen.

Nase
Eine verklebte oder feuchte Nase könnte auf eine Atemwegserkrankung hindeuten.

Ohren
Sind die Ohren schuppig oder schorfig, könnte es sich um einen Parasiten- oder Pilzbefall handeln.

After
Ist der After verschmutzt kann es sein, dass das Tier mit Darmproblemen zu kämpfen hat.

Kahle/schorfige Stellen Kahle oder schorfige Stellen im Fell und vermehrtes Kratzen können auf einen Pilz oder einen Milbenbefall hindeuten.

Gewichtsverlust
Kleinere Gewichtsschwankungen sind normal. Sollte aber ein starker Gewichtsverlust stattfinden, weist dies auf eine Krankheit hin und Sie sollten einen Tierarzt aufsuchen.

Stark riechender Ausfluss aus der Scheide Goldhamsterweibchen sind alle 4 Tage paarungsbereit. Sie können dann ein sehr stark riechendes Sekret aussondern. Wenn Sie vorsichtig mit dem Finger über den Rücken des Weibchens streichen, verfällt dieses in die sogenannte „Deckstarre“.

Legt sich der extreme Geruch nicht wieder und geht es dem Tier offensichtlich schlecht (z.B. Futterverweigerung, Druckempfindlichkeit am Bauch, Trägheit etc.) kann es sich um eine Gebärmutterentzündung handeln. Das Tier muss schnellstmöglich einem fachkundigen Tierarzt vorgestellt werden, da es ohne Behandlung schnell versterben wird.

Veränderungen am Körper
Wie zum Beispiel Verdickungen, Tumore etc. sollten unverzüglich von einem Tierarzt untersucht werden.

Immer gilt: Bemerken Sie eine Veränderung an Ihrem Hamster, frisst er nicht mehr oder geht es ihm augenscheinlich schlecht, stellen Sie Ihr Tier schnellstmöglich einem fachkundigen Tierarzt vor!

WAS TUN BEI UNERWARTETEM NACHWUCHS?

Das Wichtigste ist, die Mutter und ihre Babys jetzt nicht zu stören. Bei Störungen und Stress kommt es leider nicht selten vor, dass das Muttertier die Babys tötet.

Beschränken Sie Ihre Tätigkeiten am Hamsterheim auf das Nötigste: Füttern Sie einmal täglich und wechseln Sie das Wasser aus. Der Trinknapf muss erhöht stehen, so dass die Babys, wenn sie das Nest verlassen, darin nicht ertrinken können. Nehmen Sie das Laufrad vorerst aus dem Gehege, damit es nicht zu Unfällen kommen kann, falls ein Baby ins Laufrad klettert und die Mama anfängt, im Rad zu laufen.

Schauen Sie nichts ins Nest, um nach dem Rechten zu sehen, die Störung ist für die Mutter zu groß. Sollten Babys sterben, wird die Mutter sie höchstwahrscheinlich auffressen, Sie müssen daher keine Nestkontrollen machen.

Keinesfalls dürfen die Babys in dem Alter herausgenommen werden!

Füttern Sie hochwertiges Trockenfutter sowie das gewohnte Frischfutter. Das Trockenfutter muss in großer Menge zur Verfügung stehen und muss mit besonders viel Eiweiß angereichert sein (Mehlwürmer, Gammarus, Heuschrecken, Seidenraupenpuppen etc.).

Bieten Sie der Mutter ausreichend Nistmaterial an (ungedrucktes, unparfümiertes Toilettenpapier).

Mit etwa 10-14 Tagen verlassen die Jungen selbständig das Nest. Mit 28 Tagen müssen die Geschlechter getrennt werden, da es ansonsten zu erneutem Nachwuchs kommen kann. Die Männchen bleiben noch in einer Geschlechtergruppe zusammen und die Weibchen können noch mit der Mutter zusammenbleiben.

Mit etwa 7-8 Wochen muss dann jedes der Tiere ein eigenes Gehege beziehen, da es aufgrund der Geschlechtsreife sonst zu starken Kämpfen kommen wird. Achten Sie verstärkt auf der Verhalten der einzelnen Tiere, kommt es zu Auseinandersetzungen und Beißereien, müssen die Tiere sofort getrennt werden.

Die Tiere können nun in artgerechte Zuhause vermittelt werden. Nehmen Sie sich Zeit bei der Vermittlung und lassen sich Fotos vom zukünftigen Zuhause zeigen oder schauen es sich persönlich an um zu vermeiden, dass in nicht artgerechte Gehege vermittelt wird. Wenn Sie Hilfe bei der Vermittlung benötigen, wenden Sie sich an eine seriöse Pflegestelle oder an Ihr Tierheim.