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E. Cuniculi beim Kaninchen
Der Erreger der Erkrankung ist Encephalitozoon cuniculi. Etwa 50-80% aller Kaninchen tragen den Erreger passiv in sich, nur ein Teil der Tiere erkrankt jedoch. Es handelt sich hierbei um einen Einzeller, der das zentrale Nervensystem und die Organe befällt. Kaninchen scheiden den Erreger über Urin und Kot aus, so dass sich andere Kaninchen leicht infizieren können.
Das Krankheitsbild ist sehr variabel. Nicht jedes an E. Cuniculi erkrankte Tier hat einen Schiefkopf, bei manchen sind nur die Hinterläufe gelähmt. Auch die Intensität der Symptome variiert stark.
Kopfschiefhaltung (kann auch ein Symptom für Ohrerkrankungen z.B. Parasiten sein)
Gleichgewichtsstörungen (im fortgeschrittenen Stadium sind die Tiere nicht mehr in der Lage zu sitzen, „im Kreis laufen“ wird häufig beobachtet)
Lähmung der Hinterläufe
Koordinationsprobleme (auch beim Kauen)
Kopfschiefhaltung (kann auch ein Symptom für Ohrerkrankungen z.B. Parasiten sein)
Gleichgewichtsstörungen (im fortgeschrittenen Stadium sind die Tiere nicht mehr in der Lage zu sitzen, „im Kreis laufen“ wird häufig beobachtet)
Lähmung der Hinterläufe
Koordinationsprobleme (auch beim Kauen)
„Augenrollen“ oder „Augenzittern“ (unkontrollierbare, rhythmische Bewegungen der Augen), häufig in Kombination mit einer Verzögerung der Pupillarreflexe.
Treten eine oder mehrere Symptome auf, ist sofortiges Handeln wichtig!
Folgende Behandlung ist für EC dringend empfohlen:
Bewährt im Kampf gegen E. Cuniculi hat sich der Wirkstoff Fenbendazol (z.B. „Panacur“). Eingabe über 4 Wochen
Vitamin B-Komplex (oral oder subkutan), Eingabe über 3 Wochen
Liquorgängiges Antibiotikum (d.h. es überwindet die Blut-Hirn-Schranke): Wirkstoff Enrofloxacin („Baytril“) oder Chloramphenicol („Chloromycetin Palmitat“), Eingabe über 2 Wochen
Ggf. Cortison
Infusionen durchspülen die Nieren und verhindern eine übermäßige Ansiedlung des Erregers.
Diese Empfehlungen ersetzen nicht den Besuch des Tierarztes. Er wird Ihnen die Dosierung der Medikamente und Tipps zur Verabreichung geben.
Es gibt leider keine Impfung gegen E. Cuniculi! Beobachten Sie Ihr Tier genau! Kommt es zum Futter? Frisst es gut? Wirkt es abwesend? Hat es Gleichgewichtsprobleme z.B. beim Männchen machen?
Gehen Sie unverzüglich zum Tierarzt! Bei sofortigem Handeln stehen die Überlebenschancen gut.
Was können Sie noch tun?
Durch die Koordinationsstörungen ist meist eine Hilfe beim Fressen nötig, d.h. die Tiere müssen im schlimmsten Falle zwangsernährt werden. Das klappt in der Regel gut mit z.B. „Critical Care“ (ein Pulver zum Anrühren eines Päppelbreis).
Zur Unterstützung der Darmflora empfiehlt sich z.B. „Bene-Bac“ oder „Rodicare Basic“-Pellets.
Kontrollieren Sie regelmäßig das Gewicht! Bei Appetitmangel helfen Kräuter wie Petersilie oder Dill.
Auch homöopathische Mittel wie z.B. Bachblüten können die Heilung unterstützen. Sprechen Sie hierzu einen Tierheilpraktiker an.
Bei starken Gleichgewichtsstörungen ist es ratsam, das erkrankte Kaninchen auf einem rutschfesten Untergrund zu halten. Vermeiden Sie Ecken, an denen sich Ihr Tier verletzen könnte, und polstern Sie den Käfig/das Gehege mit Handtüchern aus.
Es ist nicht nötig, das erkrankte Tier vom Partner bzw. von der Gruppe zu trennen! Die Therapie schlägt in der Regel besser an, wenn das Tier nicht alleine in Quarantäne sitzen muss. Da die meisten Kaninchen den Erreger passiv in sich tragen, raten wir auch davon ab, den oder die Partner präventiv mitzubehandeln.
Bieten Sie dem Tier – auch bei starken Gleichgewichtsstörungen – unbedingt Freilauf unter Aufsicht an!
Bei machen Kaninchen bleibt lebenslang eine leichte Kopfschiefhaltung zurück. Die Tiere sind dadurch aber meist nicht beeinträchtigt und können damit noch ein langes Kaninchenleben leben.
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