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"Das ist ein Kaninchen und kein Hase..." Der große Unterschied zwischen zwei Löffelträgern Kaninchen und Feldhasen erscheinen auf den ersten Blick relativ ähnlich. Der Feldhase gehört zur Familie der Hasen, ebenso das Wildkaninchen und Hauskaninchen mit Zwergkaninchen. Bei genauem Hinsehen fallen aber große Unterschiede zwischen diesen Familienangehörigen auf. Die Anatomie Schon in der Anatomie gibt es gravierende Unterschiede zwischen Hasen und Kaninchen. Der Feldhase ist groß und schlank mit langen schmalen Läufen und sehr langen Ohren, die schwarze Ränder besitzen. Das Wildkaninchen dagegen ist eher klein und kompakt mit kürzeren Läufen und Löffeln. Beide Arten besitzen ein helles Bauchfell. Das restliche Fell des Feldhasen ist jedoch erd- bis rotbraun und das des Wildkaninchens ist eher graubraun. Ebenso sind Wildkaninchen meist sehr viel kleiner und haben ein Gewicht von ca. 1,5 kg - 2,0 kg, ausgewachsene Feldhasen bringen ein Gewicht zwischen 5 und 6 kg auf die Waage. Der Körperbau des Feldhasen macht es möglich bei Gefahr eine Geschwindigkeit von bis zu 80 km/h zu erreichen. Sie flüchten in die Weite und schlagen dabei gerne auch Haken. Kaninchen hingegen retten sich in den nahen Bau, in dessen Reichweite sie meist bleiben. Sie sind keine Langläufer wie der Feldhase, sondern bevorzugen den kurzen schnellen Sprint. Lebensart Die Lebensweise der beiden könnte nicht viel unterschiedlicher sein. Wildkaninchen leben mittlerweile in den Großstädten. Sie sind dämmerungsaktive Tiere, die in großen Kolonien auf einer überschaubaren Fläche leben. Ihre bevorzugten Aufenthaltsorte sind geschützte Gebiete mit lockerem Boden, denn Sie sind Meister im Tunnel graben. Diese Tunnellabyrinthe sind ihr Lebensraum, dort schlafen sie, bringen ihre Babys zur Welt und nutzen diese als Rückzugsort. Feldhasen dagegen sind oberirdisch lebende Tiere mit einem großen Revier. Sie leben als Einzelkämpfer und nur während der Paarungszeit suchen sie den Kontakt zu anderen Feldhasen. Sie leben vorzugsweise in weiten und offenen Flächen wie Felder und freie Weideflächen. Ihre Nahrungssuche ist meistens nachts oder in den sehr frühen Morgenstunden, wenn sie sich ungestört und ohne das Befürchten von Gefahr bewegen können. Ihr Nachwuchs kommt in einer flachen Bodenmulde oberirdisch zur Welt. Wildkaninchen hingegen können auch tagsüber sehr häufig bei der Nahrungsaufnahme beobachtet werden. Sie lassen sich durch die Anwesenheit von Menschen eher weniger stören. Feldhasen sind sehr scheu - die meisten verschwinden beim kleinsten Geräusch, bevor der Mensch den Hasen überhaupt gesehen hat. Fortpflanzung Ein "Vermehren wie die Karniggel" trifft, wie der Spruch schon sagt, nur auf die Kaninchen zu, die jährlich etwa 5 bis 7 Würfe mit je 3 bis 8 Jungen haben können. Der Feldhase hingegen hat meist nur 4 Würfe mit einem oder mehreren Jungen. Auch die Tragezeit variiert. Beim Kaninchen sind es 28-33 Tage Tragezeit. Der Feldhase liegt deutlich darüber mit 40-42 Tagen Tragezeit. Das Kaninchen bringt seine Jungen im unterirdischen Bau zur Welt. Es baut dort ein Nest aus Gras und Bauchfell und legt dort seine Jungen hinein. Die Jungen sind Nesthocker, das bedeutet, sie sind nackt, blind und taub. Der Feldhase hingegen bringt so sogenannte Nestflüchter in einer Bodenmulde zur Welt. Das sind Jungtiere, die behaart und relativ früh selbständig sind, da sie unmittelbar nach der Geburt sehen und hören können. Der Feldhase legt sie ab und sucht sie nur einmal täglich zum Säugen auf. Ansonsten befindet er sich in unmittelbarer Nähe, um sich nähernde Feinde gegebenenfalls ablenken zu können, bevor diese den Nachwuchs finden. Leider birgt diese Distanz der Mutter für die Jungtiere eine große Gefahr, denn sehr oft meinen Spaziergänger, die die Tiere entdecken, die Jungtiere würden von ihrer Mutter verstoßen und nehmen den Nachwuchs mit! Bei den schützend im Bau liegenden Wildkaninchenjungen kommt die Mutter einmal täglich (meist nachts oder sehr früh am Morgen) zum Säugen. Durch dieses gute Versteck werden sie von Spaziergängern eher selten wahrgenommen. Daher: Nehmen Sie keine jungen Feldhasen einfach mit… Die Mutter kümmert sich in den meisten Fällen sehr gut um Ihren Nachwuchs. Hasen haben in Gefangenschaft eine schlechte Überlebenschance!!
Eine Kreuzung zwischen Kaninchen und Hase ist nicht möglich, da sich Kaninchen und Hasen auch in ihren Chromosomen unterscheiden. Kaninchen besitzen 44 und Hasen 46 Chromosomen.
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