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23.02.2018 Neu ist Kaninchen Malte

23.02.2018 Neu ist Kaninchen Babsi



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Hefen bei Kaninchen

Auch in einem gesunden Kaninchendarm kommen Hefepilze – auch Hefen genannt – vereinzelt vor. Die Hefen vermehren sich nur, wenn es zu Veränderungen in der Darmflora kommt und führen meist zu Magen-Darm-Beschwerden. Die Tiere stecken sich nicht untereinander an, auch eine besondere Hygiene ist nicht zu beachten, denn Hefen vermehren sich in einem gesunden Darm nicht. Die Hefepilzinfektion ist eine Sekundärerkrankung: Werden Hefepilze im Kot nachgewiesen, muss der Grund dafür gefunden und beseitigt werden. Die häufigsten Gründe für einen Befall sind eine falsche Fütterung (i. d. R. zu viel Kohlenhydrate, zu energiereiche Ernährung, Trockenfutter usw.), ein Parasitenbefall oder auch Erkrankungen der Zähne. Die wichtigste Nahrungsquelle der Hefen ist Zucker. Durch stärke- und zuckerreiches Futter bietet man ihnen die perfekte Grundlage. Die Stärke wird im Darm zu Zucker umgewandelt, der durch die Hefen vergoren wird. Es entstehen Gase, die auf die Darmwand drücken. Dadurch entsteht weicher bis durchfallartiger Kot, Blähungen und Bauchschmerzen

Therapie
Je nachdem wie stark der Hefenbefall ist sollte es mit Nystatin behandelt werden. Nystatin gibt es nur über den Tierarzt! Zur Stabilisierung der Darmflora kann z. B. Omniflora gegeben werden. Die natürlichste Möglichkeit wäre es aber, viele frische Kräuter zu füttern.

Heilerde ist bei Hefebefall nur dann förderlich, wenn die Therapie mit Nystatin abgeschlossen ist. Andernfalls kann Heilerde die Wirkung des Medikaments herabsetzen. Eine Behandlung des Hefenbefalls ohne Nystatin o. ä. lediglich mit bene bac ist abzuraten. Es bekämpft in den seltensten Fällen die Hefen. Zudem enthält bene bac Zucker...! Antibiotikagabe ist nutzlos, sogar eher kontraproduktiv. Die Hefen haben dadurch eine bessere Chance sich im Darm auszubreiten.

Fütterung
Neben der tierärztlichen Therapie muss bei Hefenbefall vor allem auf rohfaserhaltiges Futter achten. Außerdem sollte das erkrankte Tier kein zucker- bzw. stärkehaltiges oder auch blähendes Futter erhalten. Zucker ist in fast allen Obst- und Gemüsesorten enthalten. Auf Obst sollte während der Behandlung verzichtet werden! Gemüse geht in geringen Mengen und hier sollte dann nur das verabreicht werden, das) stärkefrei und nur einen geringem Zuckeranteil besitzt, z. B. Blattsalate, Feldsalat, Broccoli, Chicoree, Endivie, Fenchel, Löwenzahn, Gurke, Stangensellerie, Spinat, Tomate und Zucchini.

Viele beliebte Wurzelgemüsesorten enthalten nicht immer Stärke, haben jedoch einen teilweise sehr hohen Anteil an Kohlenhydraten. Auf Trockenfutter, sei es handelsübliche Mischungen und Leckerchen oder auch Trockengemüse und –Obst, muss unbedingt verzichtet werden.

Der Hauptbestandteil an Futter muss während der Therapie rohfaserhaltig sein und das bedeutet Heu, Heu und noch mehr Heu! Auch kann Grünfutter aus der Natur gereicht werden, wenn die Tiere daran gewöhnt sind und dies vertragen. Dazu gehören auch Zweige inkl. Blattwerk. Löwenzahn ist jedoch stärkehaltig und sollte während der Therapie nicht gereicht werden. Auch Kräuter (frisch/getrocknet) bieten sich während einer Hefepilzinfektion zur Fütterung an, z.B. Basilikum, Dill, Majoran, Melisse (Zitronenmelisse), Oregano (Dost), Salbei, Thymian.