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23.02.2018 Neu ist Kaninchen Malte

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Der Mittelhamster (z.B. Goldhamster)

Allgemeines
Mittelhamster sind Einzelgänger und lassen sich nur als Jungtiere zusammen halten. Werden Hamster geschlechtsreif, verteidigen sie ihr Revier und bekämpfen ihre Artgenossen, sogar bis zum Tod. Nur zur Paarung finden sich Hamster für kurze Zeit zusammen, denn das Weibchen vertreibt das Männchen gleich nach der Befruchtung wieder. Also denken Sie daran: Hamster brauchen keine sozialen Kontakte und fühlen sich ohne Artgenossen sehr wohl.

Mittelhamster sind nachtaktiv und stehen meist erst in den späten Abendstunden auf und gehen am frühen Morgen wieder schlafen. Hat ein Hamster diesen Rhythmus gefunden, ist dies ein gutes Zeichen, dass er sich in seinem Zuhause wohl fühlt. Denn das ständige Wachsein ist für ihn unnatürlich und bedeutet oft, dass der Hamster gestresst ist und sich unwohl fühlt.

Mittelhamster werden durchschnittlich 2- 4 Jahre alt (Ausnahmen bestätigen die Regel). Sie sind ca. 15 bis 19 cm lang und können zwischen 80 und 160 g wiegen. Natürlich gibt es auch hier Abweichungen, sodass auch gesunde Mittelhamster unter oder über dem Durchschnitt liegen können.

Anatomie
Augen: Hamster sind weitsichtig und sehen daher sehr unscharf.
Ohren: Das Gehör ist sehr gut bei Hamstern, sie können sogar Geräusche aus dem Ultraschallbereich wahrnehmen.
Nase: Sie haben einen sehr guten Geruchssinn. Durch das Markieren ihres Reviers orientieren sie sich an ihren Duftstoffen.
Tasthaare: Mit ihnen kann der Hamster seine Umgebung auch bei völliger Dunkelheit ertasten.
Backentaschen: Die Backentaschen sind eine Erweiterung der Maulhöhle des Hamsters. Er kann sehr viel Futter in ihnen verstauen, da die Haut dort sehr dehnbar ist.
Seitendrüsen: Diese befinden sich beidseitig oberhalb der Flanken. Die Drüsen sind schwarz pigmentiert und sehen ein wenig warzenartig aus. Mit ihnen markieren Hamster ihr Revier.
Zähne: Vorne hat der Hamster oben und unten jeweils zwei Nagezähne. Diese wachsen ständig nach und haben keine Wurzel. Die Vorderseite weist immer einen gelblichen Zahnbelag auf. Außerdem besitzt der Hamster noch sechs Backenzähne, die nicht nachwachsen und mit ihren Wurzeln fest verankert sind.

Anschaffung
Fragen die man sich vor dem Kauf ehrlich beantworten sollte:
  • Hamster können bis zu 4 Jahre (im Einzelfall auch noch älter) werden – wollen und können Sie sich so lange um das Tier kümmern?
  • Haben Sie genug Zeit um sich täglich mit dem Hamster zu beschäftigen? Denn nur so, wird er auch wirklich zahm.
  • Haben Sie mit allen Familienmitglieder über die Anschaffung eines Hamsters gesprochen? Sind alle damit einverstanden?
  • Haben Sie oder ein Familienmitglied möglicherweise Allergien?
  • Kennen Sie jemanden, der sich während Ihres Urlaubes um das Tier kümmert?
  • Der Hamster muss täglich frisches Futter und Wasser haben. Außerdem möchte er auch immer ein sauberes Zuhause haben. Können Sie das gewährleisten?
  • Sind weitere Haustiere vorhanden, die dem Hamster gefährlich werden könnten?
  • Tagsüber braucht der Hamster Ruhe. Haben Sie einen geeigneten Platz?
  • Hamster sind als „Spielzeug“ für kleine Kinder völlig ungeeignet. Er besitzt einen sehr zerbrechlichen Körperbau und könnte von Kindern leicht verletzt werden, da sie meist ihre Kraft nicht richtig einschätzen können. Mittelhamster sind zudem nur nachtaktiv und zu dieser Zeit schlafen die Kinder. Wird das Tier am Tage geweckt, ist es nicht selten, dass der Hamster aus Stress auch mal zubeißt. Außerdem wird durch häufige Ruhestörungen die Lebenszeit des Hamsters verkürzt.

    Woher bekomme ich einen Hamster?
    Fragen Sie in Tierheimen nach, oft warten dort auch Hamster auf ein neues Zuhause. Auch gibt es diverse Hamstervermittlungsstellen im Internet. Vielleicht findet sich dort das passende Tier ganz in Ihrer Nähe. Kaufen Sie bitte keine Tiere aus Zoofachgeschäften. Die Beratung ist dort meist schlecht und nicht ausführlich genug. Die Tiere sind meist krank und viel zu früh von dem Muttertier getrennt worden. Bitte unterstützen Sie das nicht.

    Haben Sie dann das passende Tier gefunden, nehmen Sie etwas von dem Trockenfutter mit, welches bislang gefüttert wurde. Der Magen von einem so kleinen Tier ist sehr empfindlich und daher sollten Sie sehr langsam das Futter umstellen (wenn überhaupt nötig).

    Transport
    Besorgen Sie sich für Ihren Hamster einen nicht zu kleinen Transporter. Diesen werden Sie für eventuelle Tierarztbesuche benötigen. Außerdem brauche Sie einen Platz, wo der Hamster solange warten kann, bis Sie sein Gehege gesäubert haben.

    Eingewöhnung
    Das Gehege sollte bereits vollständig eingerichtet sein, bevor Sie den Hamster zu sich holen. Setzen Sie ihn vorsichtig und langsam in sein neues Zuhause. Dann lassen Sie ihn ein paar Tage in Ruhe, damit er sein Gehege erkundigen kann und sich gut orientieren kann. Sie können dann langsam anfangen, ein paar Leckereien wie zum Beispiel Sonnenblumenkerne aus der Hand zu geben. Fühlt er sich von Ihnen bedrängt oder rennt vor Ihrer Hand weg, dann braucht er wohl noch ein bisschen Zeit. Wichtig ist auch, dass Sie immer viel mit ihm reden, damit er sich an Ihrer Stimme gewöhnt. Zwingen Sie das Tier zu nichts, er ist nur mehr gestresst und wird sich dann nicht freiwillig anfassen lassen.

    Käfig/Gehege
    Jedem Mittelhamster sollte dauerhaft eine Grundfläche von 1 m² zur Verfügung stehen. Denn Hamster sind sehr lauffreudige Tiere, sie legen in freier Wildbahn täglich hunderte von Meter zurück um Ihre Nahrung zu suchen. Handelsübliche Käfige bieten keine Abwechslung und haben nicht genügend Platz um all die schönen und auch notwendigen Einrichtungsgegenstände (wird noch genauer aufgezählt) unterzubringen. Sie können auch ein großes Aquarium oder Terrarium als Hamsterheim umfunktionieren. Diese sollten dann aber entweder nach oben hin vergittert oder vollständig offen sein, damit eine gute Luftzirkulation vorhanden ist. Die Hamsterbesitzer der Kleintiergruppe haben allerdings Eigenbauten als Hamsterparadies. Diese sind viel schöner, günstiger und auch praktischer als die fertigen Kaufgehege. Ideen dazu finden Sie auch auf folgenden Internetseiten: www.hamsterparadies.de, www.tierische-eigenheime.de, www.diebrain.de Verzichten Sie bei der Einrichtung auf Plastik. Dieses wird angenagt und kann häufig zu Verletzungen führen. Auch können in Röhren und Häusern aus Plastik Bakterien und Pilze entstehen, da die Feuchtigkeit nicht entweichen kann. Verzichten Sie auch auf Gitterelemente. Dort können die Hamster mit ihren kleinen Beinchen schnell hängen bleiben und sich schlimme Verletzungen zufügen.

    Laufrad
    Das perfekte Laufrad:
    ...sollte einen Mindestdurchmesser von 25 cm haben, besser noch 30 cm. Durch zu kleine Laufräder entsteht eine Wirbelsäulenverkrümmung, die dem Hamster dauerhaft Schmerzen bereitet.
    ...sollte auf einer Seite vollkommen geschlossen sein
    ...sollte eine komplett verschlossene Lauffläche haben. Ist dies nicht der Fall könnte sich der Hamster verletzen.
    ...sollte nicht eiern, sondern leicht zu laufen sein.

    Wodent Wheel/Wobust Wheel Laufräder erfüllen alle oben genannten Vorraussetzungen. Es ist in zwei Größen erhältlich, weist keinen Schereneffekt auf (keine Verletzungsgefahr) und besteht aus ungefährlichen Plastik. Es ist für den Hamster sehr leicht zu laufen und kann jederzeit problemlos gestoppt werden.

    Holzlaufräder sind meistens zu klein, könnten angenagt werden und verlieren dadurch des Standfestigkeit und haben viele Quellen wo sich der Hamster verletzten kann

    Metalllaufräder haben mehrfache Verletzungsquellen, z.B. offene Sprossen und Aufhängungen, zu niedrige Standbeine, sollen meist durch Jutebändern sicherer sein. Doch oft ist das Gegenteil der Fall: diese können angenagt werden oder aber der Hamster verfängt sich mit seinen Beinchen in evtl. Fäden oder Löchern und sind auch meist zu klein

    Sonstige Plastiklaufräder haben viele Verletzungsquellen, sind für alle Hamsterassen viel zu klein und sind oft auch für den Hamster sehr gefährlichen Plastik, welches oftmals angenagt wird

    Sandbad
    Das Sandbad dient der Krallenpflege, der Fellpflege und trägt sehr viel zum allgemeinen Wohlbefinden eines Hamsters bei. Es ist demnach unverzichtbar. Zur guten Fellpflege eignet sich gut Chinchillasand (staubarm), denn dieser besteht aus abgerundeten Sandkörnern. Nicht gut geeignet sind zum Beispiel grober Bausand, Sandkastensand oder auch Vogelsand. Diese Sandarten sind zu grob und tragen somit nicht zur Fellpflege bei. Diese können sogar Hauterkrankungen herbeirufen. Geeigneten Sand können Sie unter www.rodipet.de und www.futterkonzept.de bestellen.

    Nestbau
    Geeignet zum Nestbau sind zum Beispiel nicht parfümierte Taschentücher und Toilettenpapier, unbedrucktes Papier und Heu. Absolut ungeeignet für Ihren Liebling ist jede Form von Watte. Diese zieht meist Fäden in denen sich der Hamster mit seinen dünnen Beinen verfangen kann. Außerdem kann Watte feucht werden und dadurch Pilze und Bakterien hervorrufen. Auch sollten keine Stoffreste verwendet werden, denn auch diese ziehen Fäden und sind meist chemisch behandelt.

    Auslauf
    Bauen Sie Ihrem Hamster einen festen oder zusammenklappbaren Auslauf. Einen Hamster frei in der Wohnung laufen zu lassen ist meist zu gefährlich für das kleine Tier. Den Auslauf können Sie individuell gestalten, sodass es für den Hamster ein toller Spielplatz wird. Sie können einen solchen Auslauf aus Gitter einfach kaufen oder sich aus Hartfaserplatten die Sie zurechtschneiden lassen einen Auslauf bauen. Auch wenn Sie nun einen solchen Auslauf haben, sollten Sie den Hamster nicht unbeaufsichtigt dort laufen lassen. Denn schnell finden diese kleinen schlauen Tierchen einen Weg in die „Freiheit“.

    Käfigreinigung
    Ein großes Gehege sollten Sie nur alle 4 Wochen komplett reinigen. Der Hamster empfindet dieses als sehr stressig, da alle seine Duftmarken verloren gehen, an denen er sich orientiert. Sie sollten das Nest und seine Vorräte vorsichtig herausnehmen und diese zu dem Hamster in die Transportbox legen. Später können Sie dann den unverschmutzten Teil des Nestes mit den Vorräten wieder mit in das Gehege geben. Stellen Sie das Zubehör wieder an den gewohnten Platz, so kann sich Ihr Liebling besser orientieren und ist etwas weniger gestresst. Gönnen Sie ihm nach einer solchen Komplettreinigung einen Tag Ruhe. Die Wasserschale und die Frischfutterschalen sollten alle paar Tage gereinigt werden. Auch die Ecken in denen Ihr Hamster uriniert sollten dann gereinigt werden. Die Köttel „verliert“ der Hamster überall in seinem Gehege, diese sollten Sie auch regelmäßig entfernen.

    Gesundheitscheck
    Täglich: Ist er aktiv, läuft normal und sucht sein Futter? Wirkt er neugierig und steht zu seiner gewohnten Zeit auf?

    Wöchentlich: Kontrollieren Sie die Ohren und Augen . Achten sie auf Verdickungen in der Bauchgegend, Druckempfindlichkeit und prüfen Sie ob das Fell kahle Stellen aufweist. Wenn möglich wiegen Sie das Tier und notieren Sie das Gewicht.

    Augen
    Sind die Augen trüb, verklebt oder gar verschlossen könnte eine Verletzung der Augen vorliegen.

    Nase
    Eine verklebte oder feuchte Nase könnte auf eine Atemswegerkrankung hindeuten.

    Ohren
    Sind die Ohren schuppig oder schorfig dann könnte es sich um einen Parasiten- oder Pilzbefall handeln.

    After
    Ist der After verschmutzt dann kann es sein, dass das Tier mit Darmproblemen zu kämpfen hat.

    Vorderzähne
    Ist ein Vorderzahn abgebrochen? Solange der Hamster normal frisst und sich die Zähne gut abnutzen ist dies kein Grund zur Sorge. Ansonsten bitte einen Tierarzt aufsuchen.

    Kahle Stellen im Fell Oder aber auch schorfige Stellen im Fell und vermehrtes Kratzen könnten auf einen Pilzbefall hindeuten.

    Gewichtsverlust
    Kleinere Gewichtsschwankungen sind normal. Sollte aber ein starker Gewichtsverlust stattfinden weist dies auf eine Krankheit hin und Sie sollten einen Tierarzt aufsuchen.

    Ausfluss aus der Scheide
    In Verbindung mit Futterverweigerung, Trägheit, Druckempfindlichkeit am Bauch könnte es sich um eine Gebärmutterentzündung handeln. Ab zum Tierarzt!

    Blut im Urin
    Es könnte sich um eine Blasen- oder Nierenerkrankung handeln und sollte von einem Tierarzt untersucht werden.

    Veränderungen am Körper
    Wie zum Beispiel Verdickungen, Tumore sollten unverzüglich von einem Tierarzt untersucht werden.

    Ernährung
    Folgende Dinge gehören auf den Speiseplan von Hamstern...
  • Kräuter
  • Früchte
  • Getreide
  • Samen
  • Gemüse
  • Insekten
  • folgende Dinge dagegebn gehören überhaupt nicht auf den Teller. Im Gegenteil sie schädigen sogar dem Tier:
  • Joghurtdrops
  • Nagergebäck und ähnliche Knabbereien
  • Knabberstangen
  • Trockenfutter Im Normalfall bei einem ausgewachsenen Mittelhamster können am Tag 2 Teelöffel Trockenfutter gegeben werden. Trotzdem sollten Sie darauf achten, ob Ihr Hamster mit dieser Menge gut leben kann oder Sie die Futtermenge erhöhen oder reduzieren sollten. Bunkert Ihr Hamster sehr viel, dann können Sie die Menge etwas reduzieren. Denken Sie aber bitte daran, dass der Hamster sich einen kleinen Vorrat anlegen darf. Damit fühlt er sich sicherer und somit auch wohler. Achten Sie darauf, dass in dem Fertigfutter genügend Kräuter, Getreidesorten, Kleinsämereien und getrocknetes Gemüse vorhanden ist. Gutes Trockenfutter können Sie über das Internet unter www.rodipet.de bestellen.

    Erlebnisfutter Hamster verbringen ihre Zeit gerne damit ihr Futter zu suchen. Verstecken Sie es im Gehege in Heubergen, Pappröhren oder kleineren Kartons. Zur Beschäftigung kann man auch gut eine Kolbenhirse im Gehege aufhängen. Lassen Sie Ihren Liebling für sein Futter etwas arbeiten, ansonsten wird er schnell träge und dick.

    Frischfutter Füttern Sie Frischfutter höchstens einmal am Tag und in Mengen die schnell gefressen werden. Achten Sie darauf, dass Ihr Hamster das Frischfutter nicht lange bunkert. Eine kleine Auflistung finden Sie hier:

    Tierische Nahrung Diese ist für Hamster sehr wichtig. Mehlwürmer werden sehr gerne genommen und können 3-4 Mal in der Woche (jeweils einen) gegeben werden. Auch Bachflohkrebse und andere getrocknete Insekten dürfen ab und zu gefüttert werden.