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Frettchen – die kleinen quirligen Gesellen Was ist eigentlich ein Frettchen? Das Frettchen ist wissenschaftlich gesehen die domestizierte Form des Iltisses. Frettchen und Iltis gehören zur Raubwildfamilie der Marder. Das Frettchen ist also eine durch jahrhundertelange Zähmung und Züchtung in Gefangenschaft entstandene Haustierform des Waldiltisses. Bevor die Katze als Mäuse- und Rattenfänger eingesetzt wurde, war den Menschen das Frettchen als geschickter Ungezieferräuber bekannt. Da der Iltis besonders flink und schnell den Hof von einer Mäuseplage befreite, begann man planmäßig, Iltisse zu züchten, um sie in Gefangenschaft jederzeit zur Jagd verwenden zu können. Bald versuchte man, Frettchen zur Jagd auf Wildkaninchen einzusetzen, da sie als besonders kleine Jagdgehilfen schnell und unkompliziert durch die unter der Erde liegenden Kaninchenbaue stöbern können und so die Kaninchen zur Flucht veranlassen. Die vor den Bauen postierten Jäger sind nun in der Lage, die flüchtenden Kaninchen zu erlegen. Leider werden auch heute noch Frettchen zur Kaninchenjagd eingesetzt. Die weiblichen Frettchen werden Fähen genannt, die männlichen Tiere werden als Rüde bezeichnet. So wollen die Frettchen leben: Frettchen sind sehr bewegungsfreudige Tiere, die gerne klettern, hüpfen und einfach rumwuseln. Die Voliere sollte mind. 2m2 Grundfläche haben und eine Höhe von min. 1,50 Meter, eher höher. Einzelne Etagen sollten mindestens eine Höhe von 50 – 60 cm haben. Punktgeschweißter Volierendraht draht (kein zu weiches Material) mit einer Stärke von 1-3mm und einer Maschenweite von maximal 18mm. Achten Sie hie auf Reißkanten/Spitzen im Inneren, das bedeutet hohe Verletzungsgefahr für die Frettchen). Der Boden sollte wasserabweisend und leicht zu reinigen sein. Geeignet sind hierzu PVC-Beläge oder Fliesen. Frettchen brauchen unbedingt eine oder mehrere Schlafhöhlen: Dieser "Höhlen-Ersatz" sollte ca. 40x30x30cm groß und mit einem Einschlupfloch von ca. 7..10cm versehen sein - auch eine Tür kann man einbauen- muss aber nicht sein. Bei Käfighaltung sollte man den Frettchen täglich etwa 3 Stunden Auslauf gewähren, damit sie sich so richtig austoben können und nicht in Langeweile verfallen. Frettchen lieben kuschelige Plätze. Also statten sie das Gehege mit vielen Kuschelplätzen aus. Für das Schlafhaus können sie als Einlage alte T-Shirts oder ähnliches verwendet werden. Stroh/Heu, Frottee und Streu sollten Sie auf keinen Fall verwenden. Bakterien und Ungeziefer entwickeln sich hier besonders schnell. Die Frettchen-Toilette (Katzenklo) können Sie am besten direkt neben das Schlafhaus oder die Fressstelle stellen. Für die Kuschelplätze bitte keine Frotteeware (Schlingenware) und Handtücher verwenden. Frettchen bleiben gerne in diesen hängen und können sich massiv verletzen (bis Krallenabriss). Was klasse ist, auch von der Hygiene: Babytücher, sie sind weich, relativ dick und lassen sich bei 95 Grad waschen. Sie nehmen auch nicht so schnell den Geruch an wie Tücher mit Synthetikanteil. Am besten auf Kindertrödelmärkten oder im Bekanntenkreis danach gucken. Dort erhält man sie am günstigsten. Ansonsten können Sie alte Bettlaken zerschneiden und umnähen. Käfige/Gehege können leicht und billig selbst gebaut werden: z.B. Umbau eines alten Schrankes oder einem Käfig, dem ein Vierkantlattengerüst zugrunde liegt. Die Holzlatten müssen etwa 20x45 mm stark sein und werden auf das genannte Mindestmaß, oder besser noch größer, zurechtgesägt und mittels Eisenwinkeln verschraubt. An dieses Gerüst wird nun die zurechtgeschnittenen Drahtelemente mittels eines Tackers oder kleinen Nägeln so befestigt, dass ein ausbruchsicherer Käfig entsteht. Die Tür, mit den Maßen von etwa 40x40 cm, wird ebenfalls aus solchen Holzlatten hergestellt und mit Draht bespannt. Schon bevor das Frettchen sein neues Zuhause bezieht, sollte der richtige Standort für den Käfig ausgewählt werden. Es gibt zwei Möglichkeiten hierfür: Einmal, den Käfig in der Wohnung selbst aufzustellen oder ihn im Freien, auf dem Balkon oder im Garten zu platzieren. Vorteilhaft ist es, den Käfig wetterfest zu bauen und ihn dann in einer geschützten Lage im Garten, auf einem überdachten Balkon oder Freisitz aufzustellen. Geeignet ist ein Platz, auf den auch die Sonne scheinen kann, da sich Frettchen gerne in die warme Mittagssonne legen und ein Sonnenbad regelrecht genießen. Steht ein separater, luftiger und heller Raum zur Verfügung, kann das Frettchen auch innerhalb des Hauses gehalten werden. Der Raum, in dem das Frettchen leben soll, muss nach Möglichkeit zugfrei und trocken sein und darf im Sommer nicht heißer als 30 Grad Celsius werden, da das Frettchen sonst einen Hitzschlag erleiden kann. Hat man sich dazu entschlossen, ein Frettchen aufzunehmen (allerdings sollte man stets mindestens zwei Frettchen halten), kommt meist die Frage auf, ob es ein weibliches oder männliches Tier sein soll. Es gilt zunächst, dass sowohl Rüden als auch Fähen gleichermaßen zahm werden. Welche Kriterien sprechen aber nun für einen Rüden, welche für eine Fähe? Beim Frettchen sind Stinkdrüsen vor allen beim Rüden stark ausgebildet sind, so dass ein männliches Frettchen streng riecht. Die Stinkdrüsen der Fähe sind nicht besonders ausgeprägt, folglich ist die Geruchsbelästigung durch Fähen deutlich geringer als durch Rüden. Nach der Kastration ist der "Geruchspegel" aber bei beiden Geschlechtern gleich. Die Fähe dagegen ist wesentlich zierlicher als der Rüde. Außerdem sind die Mädels meist wesentlich agiler und spielfreudiger als die Jungs. Die Jungs sind etwas träger, aber meist auch etwas schmusiger. Aber auch hier gibt es natürlich Ausnahmen. Die Kastration der Rüden dämpft die Geruchsbelästigung aber erheblich ein. Ist der Rüde kastriert kann er natürlich auch mit einer Fähe zusammenleben. Anschaffung von Frettchen Möchten Sie sich Frettchen anschaffen beachten Sie unbedingt folgende Punkte: Fragen Sie unbedingt in Tierheimen oder Notstationen nach den passenden Tieren. Dort kann man Ihnen vielleicht mit genau den passenden Tieren weiterhelfen. Frettchen sind als Raubtiere in erster Linie Fleischfresser und damit auf einen sehr hohen Eiweiß-/Proteinanteil in der Nahrung angewiesen. Gegenüber anderen Räubern weisen sie einige wichtige anatomische Eigenheiten des Verdauungstraktes auf, die bei der Ernährung zu berücksichtigen sind. Im Verhältnis zur Körperlänge besitzen Frettchen einen äußerst kurzen Magen-Darm-Kanal, bei dem der Blindarm völlig fehlt. Die Anteile des Dünndarms gehen ohne deutliche anatomische Grenze in den Dickdarm über. Die Verweildauer von Futter im Darm beträgt nur ungefähr drei Stunden, wenig Zeit für eine gründliche Aufschließung der Nahrungsbestandteile durch Verdauungsenzyme und bakterielle Prozesse. Allein aus diesem Umstand ergibt sich die Forderung, dass Frettchen mehrfach am Tag mit einem sehr nährstoffreichen, hochwertigen und leichtverdaulichen Futter versorgt werden sollten. Der freilebende Iltis ernährt sich in der Regel von tierischer Beute wie Mäusen, Kleinvögeln, Fröschen, Kaninchen und auch Kriechtieren, was einer sehr protein- und fettreichen, aber kohlehydratarmen Ernährungsweise entspricht. Einseitig fleischarm oder -los ernährte Frettchen zeigen schon nach kurzer Zeit Mangelerscheinungen, die Stoffwechselstörungen zur Folge haben, stumpfes Fell und einen schlechten Allgemeinzustand. Zur gesunden und artgerechten Fütterung gehört eine vielseitige und vor allem abwechslungsreiche Kost auf den Frettchentafel. Das ausgewogene Futter sollte zu mindestens 80% aus Muskelfleisch und zu maximal 20% aus pflanzlichen Anteilen bestehen. Der Handel bietet heute fertige Alleinfuttermittel als Dosen- oder Trockenfutter an, die speziell auf die besonderen Ernährungsbedürfnisse des Frettchens abgestimmt sind. Fertigfutter ist ein nach den modernsten, wissenschaftlichen Erkenntnissen der Tierernährung speziell zusammengesetztes Futtermittel, die alle notwendigen Nährstoffe, Vitamine, Mineralien und Spurenelemente enthalten und für die entsprechende Tierart keiner Aufwertung durch Zusatzstoffe bedürfen. Ein ausgewachsenes Frettchen benötigt etwa zwischen 80 und 120 Gramm Futter pro Tag. Dosennahrung ist in verschlossenem Zustand leicht und besonders lange lagerfähig. Durch einen Feuchtigkeitsgehalt des Dosenfutters kann das Frettchen seinen Flüssigkeitsbedarf fast vollständig über das Futter decken. Es sollte aber dennoch stets frisches Trinkwasser zur Verfügung haben. Eine sinnvolle Alternative dazu ist Frettchen-Trockenfutter, das in der Zusammensetzung dem Dosenfutter gleicht, dem aber nahezu vollständig die Feuchtigkeit entzogen wurde. Trockenfutter kann, in entsprechender Menge angeboten, über den Tag verteilt in mehreren kleinen Mahlzeiten vom Tier selbständig aufgenommen werden, was dem natürlichen Ernährungsverhalten sehr nahe kommt. Bei Trockenfutter, das von Frettchen sehr gerne genommen wird, sollte besonders auf ständige Verfügbarkeit von frischem Wasser geachtet werden, um den Flüssigkeitsbedarf des Frettchens ausreichend zu decken. Um den hohen Bedarf des Frettchens an Energie und Eiweiß zu gewährleisten, sollte bei Fütterung von Fertignahrung die Beifütterung von Obst, Gemüse, Frischfleisch oder Flockennahrung weniger als 20 % der Gesamtfuttermenge betragen. Da die Zusammenstellung von selbst hergestelltem Futter ist sehr schwierig. Eine ausgewogene, vitamin- und mineralstoffreiche Kost zuzubereiten, ohne dabei viele verschiedene Zusatzpräparate verwenden zu müssen ist fast unmöglich. Dennoch können Sie Rind-, Wild- und Pferdefleisch in roher Form als Frischfutter verwenden. Herz, Leber und Niere, sowie frischer, ungewaschener Rinderpansen eignen sich ebenfalls, um dem Frettchen eine abwechslungsreiche Kost zu bieten. Bei vornehmlicher Fütterung von Muskelfleisch, Herz oder Innereien ist wegen des hohen Phosphatgehalts ein Zusatz von Kalzium besonders wichtig, wobei sich das Präparat "Osspulvit", das in Apotheken erhältlich ist, bewährt hat. Besonders junge und säugende Frettchen benötigen Kalziumgaben. In mundgerechte Stücke geschnitten, können Sie unter das Fleisch Gemüse- oder Vollkornflocken, frisches Obst und Gemüse, die notwendigen Vitaminpräparate und Kalzium geben. Sie sind immer noch Raubtiere und müssen zu ca. 80% von Fleisch ernährt werden. Fleisch bedeutet hier Rind, Lamm, Geflügel roh oder gekocht in Stückchen von ca. 2 x 2 cm (zur Zahnpflege) oder Fertigfutter für Katzen. Bei Fütterung nur durch Katzenfutter können langfristig Mangelerscheinungen auftreten, da das Katzenfutter einen zu niedrigen Protein- und Fettgehalt aufweist (10-11%). Frettchen benötigen mindestens einen tierischen Proteinanteil von 30% und einen Fettanteil von 19%. Auf Fütterung von Schweinefleisch sollte man generell verzichten, um der gefährlichen Aujeszkischen Krankheit vorzubeugen. (Einmal ausgebrochen, ist sie nicht mehr heilbar und endet ausnahmslos tödlich). Den Bedarf an pflanzlicher Kost kann man mit Gemüseflocken, säurearmem Obst (Bananen, Trauben u.ä.), saftigem Gemüse wie Gurke oder Paprika, Reis, Nudeln, Babybrei aus dem Glas und allem was dem Frettchen sonst noch schmeckt abdecken. Gelegentlich ein Eigelb wird das Frettchen nicht ablehnen. Manche mögen auch Seefisch. Bei Süßwasserfischen sollte man vorsichtig sein; nicht alle Arten sind geeignet. Milchprodukte werden von manchen auch gerne gefressen, wegen der Gefahr des Durchfalls, sollte man diese aber nur in geringen Mengen verfüttern. Darüber hinaus kann man das Futter mit Vitamin- und Mineralstoffmixturen ergänzen. Niemals sollte man dem Frettchen gewürzte Speisen, Schokolade oder andere Süßigkeiten anbieten. Sie schaden der Gesundheit, den Zähnen und der Entwicklung des Tieres. Grundsätzlich gilt: Stets abwechslungsreich Füttern. Jedes Frettchen hat besondere Vorlieben oder Abneigungen. Aber nur ein Tier, das von allen notwendigen Nährstoffen ausreichend zu sich nimmt, bleibt gesund und entwickelt sich gut. Da sich Frettchen sich , wie auch die Katzen, sehr leicht spezialisieren, sollten Sie gleich von Anfang an sehr verschiedene Sachen füttern, sonst gewöhnen sie sich an eine Futterart oder Futtersorte und es besteht die Gefahr von Erkrankungen durch Einseitigkeit der Ernährung. Lernen sie gleich am Anfang verschiedenes Futter kennen, so lieben sie dann auch weiterhin die Abwechslung. Am besten ist es ihnen täglich mindestens zweimal verschiedenes Futter zu geben (z.B.: einmal Trockenfutter, einmal rohes Fleisch; am nächsten Tag vielleicht einmal Nassfutter…Küken). Gesunde Häppchen für Zwischendurch und als Leckerli: Hundekauartikel wie getrockneter Pansen, getrockneter Schlund,...: die Frettchen lieben es an solchen Sachen herumzukauen, es ist eine Beschäftigung die mit Fressen zu tun hat und es ist gut für die Zähne und die Kaumuskulatur. Nicht geeignet ist ganz hartes, wie Knochen, Schweinsohren. Als Belohnung sehr beliebt bei Frettchen sind diverse Vitaminpasten, Maltpasten und Frettchen-Fell- und Hautöl. Sie können aber hin und wieder Katzenmilch geben, die meisten Frettchen haben die sehr gerne. Die Katzenmilch können Sie mit Wasser verdünnt geben. Die Pflege der Fretts… Frettchen sind sehr reinliche Tiere. Dies merkt man schon daran, dass sie ihr Geschäft nur in einer Ecke des Käfigs verrichten. Stellen Sie am besten dort das Klo mit Katzenstreu auf. Das Fell der Tiere bedarf keiner speziellen Pflege. Frettchen putzen sich selbst ausgiebig. Benutzen Sie auf keinen Fall Wattestäbchen, um die Ohren oder die Augen zu reinigen. Wenn sich hier Krusten oder Verschmutzungen bilden, sind das oft Anzeichen für Krankheiten und man sollte dann zum Tierarzt. Die Krallen müssen manchmal geschnitten werden. In freier Wildbahn nutzen sich die Krallen der Tiere schneller ab, als beim Leben als Haustier. Lassen Sie sich aber vor dem ersten Mal von einem Tierarzt zeigen, wie es geht. Reinigung von Käfig und Zubehör Selbstverständlich gehört zur Pflege Ihres Frettchens auch die regelmäßige Reinigung von Käfig und Zubehör. Mit heißem Wasser und nicht parfümiertem Geschirrspülmittel oder Neutralseife schrubben Sie den regelmäßig gut aus. Wichtig, spülen sie mit klarem Wasser auf jeden Fall nach. Desinfektionsmittel sollten Sie nur im Notfall oder bei Krankheiten anwenden. Trinkautomaten, Trinkschüsseln und Futtergefäße müssen täglich mit heißem Wasser ausgespült werden. Die Klokiste des Frettchens muss aus hygienischen Gründen mindestens einmal pro Tag gesäubert werden. Mit einer kleinen Plastikschaufel lassen sich Kothaufen und Urinklumpen problemlos entfernen, danach können Sie wieder etwas frische Streu nachfüllen. Einmal pro Woche sollten Sie die ganze Einstreu erneuern und durch frische ersetzen. Denken Sie daran, das Klo mit heißem Wasser gründlich auszuwaschen und gelegentlich -nicht täglich- zu desinfizieren, damit sich keine Krankheitskeime durch Urin- oder Kotreste bilden können. Beschäftigung Kobold ist der zweite Vorname eines jeden Frettchens… dessen müssen Sie sich bewusst sein. Lässt man sie frei in der Wohnung laufen, dann ist kein Papierkorb, kein geöffneter Schrank oder Tisch vor ihnen sicher. Sie lieben es, in allem herumzukrabbeln, zu klettern und Fensterbänke zu erstürmen. Sie sollten Ihre Frettchen nicht unbeaufsichtigt in der Wohnung herumlaufen lassen, sondern die Wohnung "artgerecht" vorbereiten, wenn die Frettchen ihren täglichen Freilauf bekommen Stellen Sie sämtliche Blumenkübel beiseite oder decken Sie die den Topfrand mit dünnen Holzplatten ab, denn Frettchen scharren gerne die Erde heraus. Schränke, Schubladen, Kommoden und Wäschetrommeln sollten gut verschlossen werden, damit es nicht zu Unfällen kommt. Sichern Sie Decken, Stoffreste und Papierkörbe gut, da Frettchen alles Mögliche in ihre Schlafkiste schleppen um sie noch kuscheliger und gemütlicher einzurichten. Insbesondere junge Frettchen neigen außerdem dazu Fremdkörper wie Plastikspielzeug, Schwämme oder zum Beispiel Hydrokultur-Steinchen, die dem Trockenfutter ähneln, zu verschlucken. Da Frettchen die Gewohnheit haben, ihr Futter in der Schlafkammer zu deponieren und es nicht an Ort und Stelle verzehren, sollte man sie außerhalb des Käfigs nicht unbedingt füttern. Sie verstecken das Futter dann nämlich oft unter einem Schrank oder in einer schwer zugänglichen Zimmerecke, wo es schnell vergessen wird und verdirbt. Sommerzeit ist keine Frettchenzeit : Unsere Kleinen haben bei solchen Temperaturen schon arg zu leiden, aber hier unten sind ein paar Sommertipps: - Katzenklo mit etwas Wasser befüllen und plantschen lassen. Viele Frettchen lieben es zu baden. - Frettchen mit Blumenspritze besprühen, auf Nebel einstellen - Stofftücher anfeuchten und auf den Boden legen, dann können die Fretts sich schubbern - Fliesen auf ein Brett kleben und verfugen, dieses Brett als kühlen Liegeplatz anbieten - Katzenmilch mit Schmelzflocken gemischt im Eiswürfelbereiter einfrieren und anbieten, Achtung: Durchfallgefahr! Frettchen und... andere Tiere: Haltung mit Hund und Katze ist möglich, man sollte die Tiere allerdings erst aneinander gewöhnen. Nager wie Hamster, Mäuse und Kaninchen werden hingegen als Beute betrachtet. Hier sollte man auf ein Zusammenleben verzichten, da es meist tödlich für die Tierchen endet. Aquarien sind noch relativ harmlos, sollten aber abgedeckt werden, sonst ist das Frettchen früher oder später drin und die Fische weg.... Kastration Um eine unkontrollierte Vermehrung, Streitigkeiten unter unkastrierten Rüden und die tödlich endende Dauerranz der Fähen zu vermeiden und andererseits aber die Frettchen artgerecht zu halten, sollten Frettchen kastriert werden. Der übermäßige Geruch von Rüde und Fähe verschwindet und sie markieren ihr Revier nicht mehr. Unkastriert würde die Fähe den ganzen Sommer in der Ranz bleiben, da erst der Deckakt den Eisprung auslöst. Die Probleme der Dauerranz beginnen bei den einzelnen Fähen nach unterschiedlichen Zeiträumen. Bei einigen Fähen können diese bereits 3-5 Wochen nach Ranzbeginn auftreten, bei anderen verläuft die Ranz den ganzen Sommer ohne Probleme. Der beste Zeitpunkt für eine Kastration ist aus diesem Grunde 2-3 Wochen nach Ranzbeginn. Eine Kastration vor Ranzbeginn kann andere Krankheiten provozieren, die bei zeitgemäßer Kastration seltener auftreten (Probleme mit den Nebennieren). Das heißt: ein Frettchen sollte im Höhepunkt der Ranz kastriert werden. Eine Ausnahme sind die Tiere, die bereits einmal in der Ranz waren, diese dürfen jederzeit kastriert werden. Impfungen Frettchen sollten in regelmäßigen Abständen gegen einige für die Gesundheit bedrohliche Infektionskrankheiten schutzgeimpft werden. Im Folgenden habe ich die beiden wichtigsten Krankheiten aufgezählt, gegen die der Tierarzt Frettchen vorbeugend impfen kann, da diese Krankheiten bei ungeimpften Tieren meist unheilbar oder sehr ansteckend sind. Tollwut ist eine anzeigepflichtige Viruserkrankung, die durch Bisse auf andere Tiere und Menschen übertragen wird. Frettchen können sich durch einen Hundebiss oder beispielsweise durch Bisse von Mardern, Füchsen und Wildkaninchen bei der Frettierjagd im Bau infizieren. An Tollwut erkrankte Frettchen sind stark erregt und meist bissig. Im späteren Krankheitsverlauf werden sie apathisch und gelähmt. Besteht der Verdacht, dass das Frettchen tollwütig ist, muss es sofort zu einem Tierarzt gebracht werden. Bestätigt sich die Annahme, sind erkrankte Tiere unverzüglich einzuschläfern. Eine Schutzimpfung gegen Tollwut ist ab der dreizehnten Lebenswoche möglich und sollte bei Freigängern und Haltung in einem Außengehege einmal jährlich wiederholt vorgenommen werden. Frettchen, die an dem Staupe-Virus erkranken, sind meist apathisch, verweigern ihr Futter und schlafen mehr als üblich. Fieber, Augen- und Nasenfluss sind weitere Symptome für eine Staupeerkrankung. Später stellen sich noch verkrustete Ekzeme an den Extremitäten ein, wobei der Krankheitsverlauf meist so schwächend für das Tier ist, dass es nach wenigen Tagen eingeht. Eine erfolgreiche Behandlung durch einen Tierarzt ist bis heute noch nicht möglich. Um dieser tödlichen Infektion vorzubeugen, sollte man Frettchen schon ab der sechsten Lebenswoche schutzimpfen lassen. Die zweite Impfung der Welpen erfolgt dann in der Regel im Alter von zwölf Wochen. Da eine geimpfte Fähe den Impfschutz gegen Staupe in den ersten Lebenswochen der Welpen auf diese überträgt, sollte man sämtliche Zuchtfähen impfen lassen. Die Schutzimpfung gegen Staupe ist jährlich zu wiederholen. Achten Sie bitte darauf, dass Hunde und Katzen, mit denen Frettchen in näheren Kontakt kommen, ebenfalls gegen Staupe schutzgeimpft sind. |
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