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23.02.2018 Neu ist Kaninchen Malte

23.02.2018 Neu ist Kaninchen Babsi



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Wie fühlen sich meine Ratten bei mir pudelwohl?

Die Fragen, die sich jeder Rattenhalter vor jeder Anschaffung fragen sollte:
1.Was versteht man unter artgerechter Haltung?
2.Was muss ich vor der Anschaffung einer Ratte berücksichtigen? (Einzelhaltung?)
3.Alles rund um den Käfig (Gitterabstand, Fressinventar, Einstreu usw.)
4.Welches Trocken- und Frischfutter ist für meine Fellnase geeignet?
5.Wichtig: Der tägliche Auslauf
6.Körpersprache
7.Körperpflege
8.Tipps und Tricks um den Käfig daheim zu „pimpen“ („aufzumotzen“)
9.Spielzeug und Co
10.Wo kann ich weitere Infos?

Was versteht man unter artgerechter Haltung?
Artgerechte Haltung bezeichnet eine Form der Tierhaltung, die sich an den natürlichen Lebensbedingungen der Tiere orientiert und ihnen somit ermöglicht, natürliche Verhaltensweisen beizubehalten. So versucht sie sich im Gegensatz zur konventionellen Haltung, beispielsweise der Massentierhaltung, an die Bedürfnisse der Tiere anzupassen und ihnen dadurch ein vergleichsweise naturnahes Leben zu ermöglichen.

Zu der generellen Anpassung an den Lebensraum des Tieres gehören unter anderem: ein ausreichendes Platzangebot für jedes Tier, welches auch Rückzugsmöglichkeiten und weit reichenden Auslauf bietet, voneinander getrennte Bereiche für Fressen, Kloecken und Liegen, ein der Tierart bestmöglich angepasstes Stallklima und ein Futterangebot, wie es das Tier auch im natürlichen Umfeld vorfinden würde, welches also seiner spezifischen Ernährungsphysiologie entspricht.

WICHTIG: Zu beachten ist auch eine dem Sozialverhalten der Tiere entsprechende Größe der gehaltenen Tiergruppe!!!!!

Deshalb ist es gleich von Anfang an zu erwähnen: Eine Ratte ist nicht als Einzeltier zu halten!!!!

Sie ist ebenso wie Hunde ein Rudeltier und benötigt für ihr Wohlbefinden und ihre Gesundheit ihre Mitglieder!

Man hört leider von so vielen Leuten: „Eine Ratte wird schneller zahm, wenn du sie alleine hältst!“
Nehmen wir dazu mal ein Beispiel:
Du bist seit Jahren allein eingesperrt und weißt nicht warum. Du darfst keinen Kontakt zu deinen Freunden und deiner Familie herstellen. Wie würdest du dich in so einer Situation fühlen? Niemand da, mit dem du reden kannst. Total einsam! ÜBER JAHRE BIS ZU DEINEM TOD!

Keine Ratte hat es verdient in Einzelhaft gehalten zu werden! Sie fühlen sich wohler, wenn sie mit Ihresgleichen herum tollen, sich prügeln, balgen und putzen können. Sie brauchen einander genauso wie wir Menschen einander brauchen, gesund und glücklich zu sein. Darum tut eurer Ratte einen Gefallen und haltet sie mindestens zu dritt.

Alles rund um den Käfig
Der Käfig ist im Leben unserer kleinen Fellnasen der Ort, wo sie sich am meisten aufhalten. Aus diesem Grunde sollte man gerade diesem Punkt eine hohe Wichtigkeit geben!
Dort wird gefuttert, gespielt und der größte Teil des Tages verbracht, deshalb muss der Neugier und der Lust an der Bewegung genüge getan werden indem man den Käfig ausreichend groß und interessant gestaltet.

Wie groß sollte der Käfig sein?
Grundsätzlich gilt: je größer, umso besser!
Der Käfig kann so gesehen NIE GROß GENUG sein. Eine Abmessung von 100cm x 50cm x 100cm (LxBxH) ist sehr sinnvoll. Die absolute Mindestmaße ist 80cm x 50cm x 100cm, wenn diese Maße auch noch zwei Volletagen beinhaltet, wäre ein Käfig dieser Größe für 3 Ratten geeignet.

Es gibt im Internet so genannte „Nose Calculator“ ( Nasen – Berechner)
Folgender ist zu empfehlen Nasenrechner
, der die Laufflächen berücksichtigt. Einfach in der Mitte auf Rat Cage Size Calculator klicken und loslegen!

„Pass ich da durch?“ - eine Lektion in Sachen Gitterabstände Wenn man einen Käfig kauft oder selber bastelt sollte man unbedingt die Gitterabstände beachten, denn eines sollte man wissen:
Unsere kleinen Fellnasen sind wahre Akrobaten!! Da, wo ein Rattenköpfchen durchkommt, wird immer auch der Rest des Körpers durch passen! Es wird so lange gezogen, gedrückt und gestreckt bis wir entweder auf der gewünschten anderen Seite sind ....oder, leider Gottes, feststecken!.

Bei ausgewachsenen Ratten sollte man einen Gitterabstand von maximal 2 cm haben, bei ausgewachsen Böcken geht auch ein Abstand von 2,5 cm. Möchte man jedoch auch mal Babynasen halten, so ist auf einem Abstand von 1 – 1,5cm zu achten, da die Kleinen sonst durch die Gitter entkrabbeln könnten. Man kann Kleintierdraht aus dem Baumarkt oder der Genossenschaft benutzen. Das gibt es in zwei verschiedenen Arten mit jeweils 2 verschiedenen Größen. Entweder kleine Quadrate oder Rauten, wie man von Kaninchenaußengehege bestimmt kennt. Bei diesen Drahtgeflechten ist die Gefahr, das die Ratte stecken bleibt extrem verringert. Man sollte jedoch bei dem Draht daran denken, dass man ja Nager halten will und diese ohne Probleme einen zu dünnen Draht (Wie das Rautengeflecht) sehr schnell durchzwacken können. Also sollte man sich das dickste Drahtgeflecht holen, was der Laden zu bieten hat. Sicher ist sicher!!!

Wie mach ich die Etagen und andere Hölzer Urinsicher?
So reinlich unsere Lieben Kleinen auch sind (und das sind sie wirklich! Sie können Stunden damit verbringen sich zu putzen...und werden doch nie fertig damit), sie pinkeln meist dahin wo sie liegen! Bei unbehandeltem Holz fängt dieses leicht an zu riechen und zu faulen. Da hat man nicht lang Freude am Käfig.

1. Das einfachste ist es sich einen Schutzlack zu kaufen der Kinderspielzeug geeignet ist, ein sogenannter „Sabberlack“.
Da dieser Lack nicht auf Lösungsmitteln basiert, ist er beim Annagen und Verschlucken nicht lebensbedrohlich!

2. Man kann sich auch Hartwachsöl, das ist ein natürlicher Holzversiegeler. Dauert zwar Stunden ehe dieser trocken ist, aber man weiß, dass es für die Tiere ungefährlich ist.

3. Oder man holt sich gleich Siebdruckplatten, die sind zwar etwas teurer in der Anschaffung, aber dafür halten diese sehr lange, nehmen kein Geruch an und sind sehr leicht zu reinigen.

4. Wenn man auf Holz verzichten möchte, gibt es die Möglichkeit von Glaseinlegeböden oder Plastik. Bei Kunststoffen in den Käfigen, besteht aber die Gefahr des Verschluckens, da unsere Lieblinge alles mit ihren Zähnen auf seine Beständigkeit überprüfen....und dabei wird das eine oder andere Stück leider verschluckt.)

Die Ebenen sollten auch nicht mit Folie beklebt werden, da Folien Weichmacher enthalten, die im Fall das die Fellnase die Ebene anknabbert im Magen verklumpen können, was wiederum zum Tode führen kann. Wenn unbedingt Folie verwendet werden soll, dann ist so zu kleben, dass keine Ecken überstehen so das unsere kleine Fellnase keinen Anhaltspunkt zum knabbern findet.

Die Abstände der Ebenen soll so ausgerichtet sein, dass die Fellnasen sich gut aufrichten können. Man sagt 30cm Abstand zur nächsten Etage reicht für Männchen machen,
Wenn man den Käfig selber zimmert, achtet man am besten gleich am Anfang schon darauf, bei einem durchgängigen Gitter, min 5cm Abstand zwischen Tür und Etagen sind, denn damit gewährt man den Nasen zusätzlich ohne viel Mühe und Kosten einen hervorragenden Kletterspaß ;-) wo sie dann von Etage zu Etage klettern können.

Käfigeinstreu
Als Toiletteneinstreu bietet sich alles an was nicht staubt. Das wären zum Beispiel Maispellets- oder Hanfeinstreu (grob geschreddertes!).

Zusätzlich kleidet man die Böden mit Zeitungspapier aus! Es saugt Urin gleich auf, wird als Auspolsterungsmaterial für die Nester und Häuser gebraucht und es erspart den Nasen die Staubwolke von handelsüblichem Einstreu. Denn Ratten sind extrem empfindlich was Staub angeht, sie bekommen davon schnell Atemwegserkrankungen und Lungenprobleme.

Innenarchitekten gesucht!?
Um den Käfig spannend und gemütlich zu gestalten sollten ein paar Dinge vorhanden sein: Es eignen sich Röhren, Hängematten, diverse Häuser, Seile, Brücken und Buddelkisten zur Unterhaltung.

  • Als Hängematte kann man am Besten normale Handtücher nehmen, da sich die einfach austauschen lassen.
  • Zum Selberbasteln bietet sich die Kuschelhöhle an Klick
  • Aus einem leeren Karton macht man einfach eine Buddelkiste die man mit Schredder, Papierknödel oder alten Textilien/Keider befüllt, die keiner mehr trägt und eh sonst in Müll landen würden.
  • Klorollen eignen sich gut zum spielen
  • Küchenpapier zum kuscheln.
  • Einfach ein wenig die Phantasie spielen lassen, dann fällt einem schon eine Menge ein, was man selber machen kann.

    Hygiene im Käfig
    Ratten werden durchaus stubenrein.
    Selbstverständlich werden sie immer markieren aber ihre Ködel machen sie durchaus in der Toilette, wenn man ihnen dies beibringt. Man sollte Immer wieder die Ködel einsammeln und in die Toilettenschale legen. Innerhalb kürzester Zeit haben sie raus, wo man hin machen darf! Klappt selbst im Auslauf!!!
    Als Toilette kann man jede geeignete Plastikschale oder gekaufte Eckklos für Kaninchen oder Katzen nehmen.

    Als Toiletteneinstreu eignet sich nicht klumpendes Katzenstreu, Zeitungspapier oder Hanfstreu.
    Von Maisstreu oder dem handelsüblichen Holzeinstreu für Mäuse, Hamster usw. wird dringend abgeraten, denn diese stauben enorm, so das die Ratten bei Dauergebrauch Atemprobleme bekommen und eine Stauballergie entwickeln können! TIPP:>/b> Am besten das Einstreu in Pellet-Form wählen!!

    Die Käfigreinigung kann man gut aufteilen:
  • Jeden Tag die Näpfe und die Tränke säubern
  • Einmal pro Woche die Etagen abfegen und die Toiletten säubern
  • Jede zweite Woche, oder wenn's schlimm riecht, eine komplette Grundreinigung: Käfig ausräumen, Etagen ausfegen, mit heißem Wasser und ein wenig Schmierseife abwischen. Bitte nicht mit scharfen Reinigungsmitteln arbeiten, da Ratten sehr empfindliche Nasen haben und es sie eher verschreckt und die Gesundheit angegriffen wird.
  • Welches Fress- und Trinkinventar ist geeignet?
    Es sollte täglich ein Napf (je nach Anzahl der Ratten) mit Frischfutter und ein Napf mit Trockenfutter vorhanden sein. Der Napf sollte schön groß und schwer sein, da die Racker sich gerne auf den Rand setzen und sie somit nicht mit samt Napf umkippen.

    Zum Trinken eignen sich am Besten Trinknäpfe, da diese den natürlichem Trinkverhalten der Ratten am nächsten kommt. Bei den Kleintiertränken müssen sich diese nämlich verrenken um an das Wasser zu kommen. Es gibt allerdings auch Tiere, die nur die Trinkflaschen kennen und die Näpfe links liegen lassen. In solchen Fällen kann man versuchen die Näpfe im Käfig zu lassen, bis die Nasen sich umgestellt haben...und wenn es nicht klappen sollte, dann kann man immer noch die Tränke reinhängen.

    Was muss ich beim Kauf des Trockenfutters beachten?
    Bei dem Trockenfutter muss man nach den Fettanteilen schauen. Am besten sollte das Futter etwas unter 8% Rohfettanteil haben und es sollten wenig Sonnenblumenkerne, Erdnüsse und Kürbiskerne im Futter sein. Diese sorgen nämlich bei regelmäßigem Verzehr für eine Überfettung der Ratte, vor allem, wenn man den täglichen Auslauf von mehreren Stunden nicht immer garantieren kann.

    Pelletfutter wird von Ratten so gut wie gar nicht gefressen. Achten Sie also drauf, dass keine Pellets in Ihrem Rattenfutter enthalten ist.

    Fertigfutter aus dem Zoofachhandel hat fast immer auch ungeeignete Anteile (weil billiger in der Produktion) für das jeweilige Tier wie Zucker oder Melasse mit rein so dass man früher oder später zum Tierarzt muss und dieser einem rät, das Futter umzustellen, weil entweder das Tier zu dick ist, Allergie bekommen oder Zahnfehlstellungen bekommen hat. Die TA-Kosten sind meist teurer als vernünftiges Futter.

    Also, am besten man füllt sich das Futter selber ab und mischt es zu Hause in einen großen Bottich zusammen.
    Geeignet sind z.B. Erbsenflocken, Maiskörner, Karottenchips in Maßen (denn alle Rübenarten machen dick!), Hirse, Getreidechips, Weizen, Gerste, Hafer, Haferflocken, Buchweizen, Reis, Weizenflocken, Sonnenblumenkerne weiß und gestreift, Johannesbrot, Puffweizen, Kürbiskerne, Puffmais, Süßwassergarnelen und um den tierischen Eiweiß zu erreichen Mehlwürmer. Oder man schaut nach, ob tierisches Eiweiß in dem abfüllbaren Futter bereits drin ist.

    Ein wirklich gutes Rattenfertigfutter ist das Rattima von der Firma Tima. Dieses Futter wurde auch mit dem VdRD-Gütesiegel ausgezeichnet. Hier können Sie das Futter zum Beispiel erhalten.

    Schaut euch im Zooladen einfach mal um, ob ihr ein Futter findet, was ungefähr diese Angaben hat:
    Rohprotein 13.0 %
    Rohfett 6.2 %
    Rohfaser 7.1 %
    Rohasche 3.6 %
    Feuchtigkeit 11.5 %
    WICHTIG: Achtet bitte unbedingt an den Rohfett - Anteil!

    Welches Frischfutter ist Ratten geeignet?
    Es gibt eine Menge leckere Sachen, sogar welche, die man in der frischen Natur oder im Garten selber ernten kann:

    Salate/ Gemüse/ Wildkräuter
    Salat, Brennnessel (getrocknet),Tomate, Vogelmiere, Gurke, Löwenzahnblätter und –blüten, Paprika, Klee, Karotten, Spitzwegerich, Kartoffeln, Gänseblümchen, Nudeln, roh und gekocht, Pastinaken

    Früchte/ Nüsse/ Kerne
    Apfel, Walnüsse, Blaubeeren, Erdnüsse, Brombeeren, Kürbiskerne, Erdbeeren, Sonnenblumenkerne, Himbeere, Leinsamen, Birne, Bucheckern, Banane nur wenig, macht dick!!

    Äste vom Apfelbaum und der Weide sind perfekter Knabberspaß

    AUF GAR KEINEN FALL KOHL , AVOCADOS ODER CITRUSFRÜCHTE VERFÜTTERN!!! - LEBENSBEDROHLICH!!!!!!!

    Der Auslauf oder „ iiiiiih, das läuft ne Ratte!“
    Ratten haben einen großen Freiheits- Bewegungs- und Kletterdrang. Immer nur im Käfig zu sitzen ist für Ratten zu langweilig. Die Tiere wollen klettern, laufen und ihre Umgebung erforschen, deshalb ist täglicher Freilauf ein unbedingtes Muss. Ein bis zwei Stunden sollten möglich sein. Die optimalste Zeit für den Auslauf ist der Abend oder die frühen Morgenstunden, denn Ratten sind dämmerungsaktiv und zu der Zeit besonders unternehmungslustig.

    Beginnen sollte man mit dem Freilauf erst, wenn die Ratten zahm sind und sich problemlos hochnehmen lassen. Sonst artet das Einfangen in eine Jagd aus, was dem Vertrauensaufbau nicht förderlich ist.

    Am Anfang ist es sinnvoll den Auslauf auf vorerst kleiner Fläche stattfinden zu lassen. Es bieten sich hier das Bad, der Flur, das Bett oder das Sofa im Wohnzimmer an. So kann man sie gut beaufsichtigen und sie gewöhnen sich langsam an diese neue Situation. Man kann das Spielchen "nein das darfst Du nicht" üben und wird feststellen, dass die lieben Kleinen nur hören, wenn Sie selber dies auch wollen...

    VORSICHT: Es muss unbedingt darauf geachtet werden, dass ALLE Gefahrenquellen, wie z.B. giftig Zimmerpflanzen, Stromkabel, offene Türen, Schubladen oder Fenster, aus dem Weg geräumt, bzw. abgesichert werden, da Ratten sehr neugierige Kerlchen sind, die jeden Winkel genau erforschen müssen und eh man sich versieht sind sie weg und man sucht wie wild während dieser sich im Kleiderschrank vergnügt oder unterm Bett die Staubflusen zusammenkehrt.

    Auch das Zusammentreffen mit anderen Haustieren sollte vermieden werden, da sich Ratten anderen Tieren gegenüber wenig Tolerant zeigen und es im Zweifelsfall zu blutigen Kämpfen kommen kann.
    Hunde und Katzen gehören im Normalfall zu den Feinden der Ratten. Andere Kleintiere, wie Vögel oder Mäuse stehen wiederum auf ihrem Speiseplan.
    Ausnahmen gibt es mit Sicherheit, aber man sollte das Risiko einfach nicht eingehen, wenn man seine Kleinen liebt. ;-)

    Gefüttert werden sollten während der Auslaufzeit nur 1-2 Leckerlies, damit der Käfig Anlaufstelle für Futter und Wasser bleibt.

    TIPP: Zusätzlich lässt sich während des Auslaufs trainieren, dass die Ratten bei Kussgeräuschen angewetzt kommen um sich Leckerlies zu holen. Das hilft später ungemein sie in den Käfig zu locken, wenn man selbst ins Bett will oder einen Termin hat.

    Mit der Ratte nach draußen?
    Es ist grundsätzlich davon abzuraten, da man seinen kleinen Freunden damit keinen Gefallen tut!!!! Man versetzt sie bei dem „Zwangsauslauf“ unter enormen Stress ...bis hin zum Herzinfarkt, wenn ein Auto vorbei rast oder ein Zug über die Unterführung donnert, denn Ratten sind von Natur her Fluchttiere und wollen sich in Sicherheit bringen vor allem was ihnen Angst macht, wie unbekannte Gerüche und Geräusche...aber wie soll das gehen, wenn man irgendwo feststeckt und von der Schulter nicht wegkommt????

    Viele denken, weil sich die Ratz auf der Schulter nicht bewegt und nicht weg springt, kann man ihn ruhig mit nach draußen nehmen. Dies ist eine Fehleinschätzung, denn er bewegt sich nicht, weil er starr vor Angst ist, gerade ein dickes Trauma erlebt und einen Schock bekommt!!! Selbst wenn es der Ratte „nichts ausmacht“, so gibt es draußen Gefahren die wir nicht aus dem Weg räumen oder vorher abschätzen können. Für viele Menschen erfüllt die Ratte nach wie vor einen großen Ekelfaktor und es kann durchaus sein, dass sich jemand erschreckt, wenn er die Ratte auf der Schulter sieht und nach dem „ekeligem Vieh“ schlägt. Die Ratte erschrickt zu Tode, springt von der Schulter und rennt weg.

    Zum glücklichen Leben der Ratte gehört nicht zwingend dazu, dass sie überall mit hingenommen wird. Sie zieht die Sicherheit ihrer gewohnten Umgebung vor und wenn wir sie mitnehmen setzen wir sie nur Gefahren aus die vollkommen unnötig sind.
    Ergänzend sei gesagt, dass die angebotenen Rattenleinen und -Geschirre absolut ungeeignet sind!!

    Verstehst du mich? - Die Körpersprache der Fellnasen
    Die Ratte hat vielfältige Möglichkeiten, sich per Körpersprache den Mitratten und dem Menschen verständlich zu machen.

    Ratten verfügen über 3 Lautäußerungen, die auch für uns hörbar sind:
    Fiepen Bei erwachsenen Ratten hört man es bei Angst (In-die-Hand-Nehmen bei scheuen Ratten), bei Kämpfen und auch beim Zwangsputzen (hier fiept dann die unterlegene Ratte)

    Fauchen ist immer ein Zeichen von Aggression und Abwehr. Nähert sich z.B. eine fremde Ratte dem Käfig, wird sie angefaucht. Es ist als Drohung und Warnung vor dem möglichen Angriff zu verstehen und wird meist noch durch gesträubtes Fell unterstrichen

    Zähneknirschen wird auch Zähnewetzen oder Knuspern, Klappern genannt. Es ist eine Verstärkung der momentanen Gefühlslage. Eine Ratte, die sich so richtig wohl fühlt, knuspert und meint damit: hier ist es schön, hier fühle ich mich super gut. Also, wenn Deine zahme Ratte bei Dir auf dem Arm/Schulter knuspert, fasse es als großes Kompliment auf.

    Das Knuspern kann aber auch negative Gefühle ausdrücken, wie z. B. Angst. Ein scheues Tier, zwangsweise auf die Schulter gesetzt, knuspert vor Angst. Meist wird das noch von einem steifen, verkrampften Schwanz, der evtl. sogar peitscht, unterstrichen.

    Als guter Beobachter seiner Ratte merkt der Halter eigentlich sofort, wie das Knuspern seiner Ratte zu deuten ist.

    Gesträubtes Fell = Agressions/ Angriffslust!!! Nicht immer herrscht nur eitel Sonnenschein in der Rattengruppe. Oder es muss eine Rudelfremde Ratte vertrieben werden.
    Ihren „Ärger“ zeigen Ratten deutlich sichtbar durch das gesträubte Fell. Damit möchte sie größer und imposanter erscheinen und dem Gegner deutlich machen: Angriff lohnt nicht, ich bin größer und stärker als Du“. Um das noch zu unterstreichen, versucht sie in dieser Phase sich dem Gegner von der Seite im „Klobürsten-Look“ zu zeigen.

    Wie jedes Tier ist die Ratte erst mal bedacht, durch Drohgebärden den Gegner einzuschüchtern, denn jeder Kampf beinhaltet das Risiko, verletzt oder getötet zu werden. Um noch größer zu wirken, richten sich die Kontrahenten dann evtl. auf den Hinterpfoten auf. Die große Erregung der Tiere drückt der peitschende Schwanz aus. Es sieht genauso aus wie bei einer aufgeregten Katze.

    Hilft alles Drohen und Beeindrucken nicht, schrickt die Ratte auch nicht davor zurück, herzhaft zuzubeißen. Das kann dann richtige Ratten-Kampfknäuel geben und von wildem Gequietsche begleitet werden. Sind die Ratten zu ungleich groß oder kann die Schwächere nicht ausweichen, kommt es mitunter sogar zu tot gebissenen Ratten.

    Markieren Eine Besonderheit der Rudel- und Revierbildenden Ratten ist das Markieren. Es wird einfach alles mit winzigen Urintröpfchen markiert: die Rudelmitglieder, der Käfig, der Freilauf und natürlich auch der Pfleger. Heißt: alles meins! Es dient der Ratte aber auch als Orientierung und Erkennung. Läuft das Tier unbekannte Wege, werden diese ebenfalls ständig mit kleinen Tröpfchen markiert und die Ratte findet sicher wieder zurück.
    Das Markieren ist keiner Ratte abzugewöhnen, es ist fest in ihrem Instinktverhalten verankert.
    Allerdings markieren nicht alle Ratten gleich. Die Weibchen normalerweise weniger als die geschlechtsreifen Böcke. Werden die Böcke kastriert, lässt nach einiger Zeit meist auch ihr starkes Markierverhalten nach.

    Also nicht über die kleinen Pippitröpfchen ärgern, sondern lieber alte Sachen anziehen , wenn die Ratte zur Schmusestunde auf ihrem Menschen rumturnt.
    Erfahrene Rattenpfleger haben für diesen Zweck eine extra „Rattengarnitur“ und riechen für Ratti dann extrem gut nach Rudel.

    Lotion und Zahnseide bitte! - Körperpflege auf Rattenart
    Mit der Körperpflege nimmt es die Ratte sehr genau. Ständig sieht man die Tiere auf den Hinterpfoten sitzen und mit den Vorderpfötchen und der Zunge ihr Fell pflegen. Sogar die Ohren werden gründlich gewaschen.

    Diese ständige Körperpflege ist auch ein guter Indikator für Gesundheit bzw. Krankheit, denn eine kranke Ratte fängt bald an, ihr Äußeres zu vernachlässigen.

    Mit Wasser haben die wenigsten Ratten was im Sinn. Und auch der Pfleger sollte seine Ratten möglichst nie baden.
    Ist es einmal unumgänglich, weil die Rattei sich richtig verdreckt hat (Inkontinenz, Durchfall usw.), dann nur vorsichtig in warmem Wasser waschen und nachher gut abgetrocknet in einen warmen Raum setzen.
    Vereinzelt soll es allerdings regelrechte Wasserratten geben, die freiwillig ein Bad nehmen. Bitte nie das Tier dazu zwingen.

    TIPP: im Sommer eine Auflaufform mit Wasser, Gemüse und rohen Nudeln drin anbieten. Dann ist „fischen“ angesagt. Tolle Freizeitbeschäftigung im Auslauf!!!!!

    Pimp my cage - Wie motzte ich meinen Käfig auf?

    Geeignetes Spiezeug:
  • Ein mit Wurzeln herausgezogenes Grasbüschel, das die Ratten hingebungsvoll auseinander nehmen können (bitte vorher mit heißem Wasser ordentlich abschrubben und einige Tage stehen lassen).
  • Eine Schale mit trockenem Laub, in der einige Futterbrocken versteckt sind.
  • Ein zusammengeknülltes Blatt Papier, in dessen Inneren Sonnenblumenkerne versteckt sind.
  • Ein Kasten mit Blumenerde zum buddeln.
  • Labyrinthe in jeder Form sind sehr beliebt. (ob aus alten kaputten Jeans und Shirts oder aus Röhren gebaut)
  • Ein quer aufgehängtes Seil an dem Leckerlies aufgehängt sind verlockt zu der wildesten Akrobatik.
  • Wenn genug Platz vorhanden ist, kann man den Ratten auch ein eigenes Zimmer herrichten,mit vielen Klettermöglichkeiten, Kratz-und Kletterbäumen. Die Käfige bleiben dann offen, so das die Ratten ihre Auslaufzeiten selbst wählen können.
  • Ein Rattentisch hergerichtet mit z.B.Leitern, Wippen und Kletterseilen wird nur als Spielplatz, nicht als Dauerunterbringung empfohlen. Es gibt unternehmungslustige Ratten,die früher oder später den Weg vom Tisch herunter finden.
  • Wo kann ich mehr Infos bekommen???
    Für mehr Tipps zum aufmotzen, Fotos ohne Ende und mehr Infos über mehr Themen der Rattenhaltung findet ihr im Ratteneck

    Wir freuen uns auch über euren Besuch in unserem Forum und auf jede Menge Fragen bei deren Beantwortungen wir euch gerne behilflich sein möchten. ;-)

    Infozettel "Futterliste Ratten"